Bereits im Jahre 2002 versuchte die damalige Legislative, die vertragliche Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern durch eine Änderung des Urhebergesetzes von 1965 zu stärken.

Unter anderem sollte dadurch eine „angemessene Vergütung für die Nutzung des Werkes“ gewährleistet werden. Die Angemessenheit der Vergütung sollte von Vereinigungen von Urhebern und Werknutzern festgelegt werden. Vorgaben oder Leitlinien wurden jedoch nicht bestimmt.

Da sich die monetäre Wertschätzung von Künstlern dadurch keineswegs verbessert hat und diese auf Grund des Übermaßes von Angeboten und Anbietern gezwungen werden, sich gegenseitig zu unterbieten, ist das Gebot der „Angemessenheit der Vergütung“ ad absurdum geführt worden.

Nach 14 Jahren wurde nun wieder eine Neuerung beschlossen, die die Position der Künstler stärken sollte. Bislang war es üblich, die Nutzungsrechte, beispielsweise eines Fotos, für den gesamten Schutzzeitraum von 100 Jahren mit dem einmaligen Verkauf der Bilder abzutreten. Als „Total Buyout“ wird dies bezeichnet.

Gegen ein einmaliges Entgelt verlor der Künstler auf Lebzeit jegliche Verwertungsmöglichkeit. Wie sollte dieser Wert überhaupt beziffert werden, wenn ein Nutzungsrecht einmalig bewertet, aber hundert Jahre profitabel und immer wieder neu genutzt werden kann? Dem wurde nun entgegengetreten. Der Künstler bekommt die Möglichkeit, für später entstehende Verwendungsmöglichkeiten eine zusätzliche Vergütung zu verlangen.

Außerdem wurde das exklusive Nutzungsrecht des Erwerbers auf zehn Jahre begrenzt. Im Anschluss darf er es weiterhin verwerten, aber verliert die Exklusivität der Verwertungsmöglichkeit. Auch dem Künstler obliegt nun wieder die Möglichkeit der Vermarktung, auch nicht exklusiv, aber immerhin!

Die Frage ist allerdings, ob die Exklusivrechte nicht auf ein, oder wie von der Opposition vorgeschlagen, zumindest auf fünf Jahre hätten begrenzt werden sollen. Eine darüber hinausgehende exklusive Nutzung hätte individualvertraglich vereinbart werden können. Das hätte dem Künstler ein effektives Argument und eine starke Verhandlungsposition geboten! Nach zehn Jahren ist die Verhandlungsposition massiv geschwächt!

Ebenfalls zur Stärkung der Verhandlungsposition, erhalten Kreative einen Hilfsanspruch auf Auskunft hinsichtlich der Nutzungen und erzielten Einnahmen, nicht nur gegenüber ihrem unmittelbaren Vertragspartner, sondern auch gegenüber denjenigen, denen ein „Sub-Nutzungsrecht“ eingeräumt wird. Die Überlassung an Dritte ließe sich tatsächlich mittels Zahlen belegen. Wie soll hingegen beziffert werden, wenn ein Foto in einem Magazin abgedruckt wird? Es trägt sicherlich zur Steigerung der Auflage bei, was unmittelbaren Einfluss auf die Einnahmemöglichkeit von Werbeanzeigen hat, aber diese Steigerungen auf einige Fotos herunter zu brechen, erscheint gekünstelt.

Zum Schutz des Einzelnen soll ein Verbandsklagerecht eingeführt werden. Das bedeutet, dass der Einzelne nicht mehr fürchten muss, keine Folgeaufträge zu bekommen, wenn er sich gegen eine ungerechte Honorierung zur Wehr setzt- Schön gedacht, schlecht gemacht! Auch im Wege der Verbandsklage, soll gegen die Einzelbestimmung vorgegangen werden. Der Unterschied besteht darin, dass der Künstler vom Kläger zur Petze wird- ein Folgeauftrag bleibt fraglich.

Sehr lobenswert erscheint hingegen die Honorierung der Mehrfachnutzung! Wird das Foto in verschiedenen Medien, online und im Druck genutzt, soll dies höher vergütet werden.

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Die digitale Welt schreitet immer weiter voran und ergreift Besitz in allen Lebensbereichen und Lagen. Ob beruflich oder privat, aus Gründen der Sicherheit, des Vergnügens oder der Bespitzelung, zwischen realer Problembewältigung und Realitätsverlust und stets am Rande der Legalität, bewegt sich so mancher auf diesem Pfad.
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So erschreckend es sich anhören mag, aber als Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstand einer AG steht man stets mit einem Bein im Knast!

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Zugegebenermaßen, Phishing sollte mittlerweile jedem ein Begriff sein!

Es geht darum, dass sich Betrüger Daten, insbesondere Kontodaten, angeln wollen. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Arten von Emails verschickt. Die einfachste Form sind namenlose Anschreiben, in denen etwas versprochen wird, wie zum Beispiel ein Geldgewinn, gefälschte Anschreiben der Bank, die dazu auffordern, persönliche Daten einzugeben oder Mails, die mit empfindlichen Übeln drohen und zur Abwendung oder vermeintlichen Überprüfung per Link auf eine andere Website verweisen. Durch das Anklicken des Links oder das Wechseln auf eine schadhafte Internetseite wird sogenannte Malware auf Ihrem Rechner platziert und mutiert zum Zombie! Das wiederum bedeutet, dass der Versender der Malware künftig auf alle Ihre persönlichen Daten zugreifen kann.

Erkennen von Phishing-Mails

Ich sage Ihnen hier wahrscheinlich nichts Neues, aber das Thema Phishing ist brandaktuell!

Sie erkennen potentielle Phishing-Mails an Grammatik-, Rechtschreibfehlern oder fehlerhaften Buchstaben, einer fehlenden Anrede, der drängenden Überprüfung persönlicher Date, verbunden mit der Aufforderung, diese einzugeben. Aber auch fremdsprachigen Emails und unbekannten Absendern, insbesondere mit Anhang, sollten Sie skeptisch gegenüber eingestellt sein.
Ganz grundsätzlich gilt: wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das auch! Sie sind höchstwahrscheinlich kein Millionengewinner oder weit entfernter Verwandte eines dahingeschiedenen, der Ihnen ein Millionenerbe vermacht hat. Falls doch, mein aufrichtiges Beileid und herzlichen Glückwunsch, wenn dieses Schreiben per Post oder Bote kommt! Per Mail werden Sie darüber nicht informiert…

Wahrscheinlich waren dies Methoden, die Sie bereits kannten. Was Ihnen vielleicht noch nicht bekannt war ist, dass eine Phishing-Mail auch von Ihrem besten Freund stammen kann. Das ist entweder möglich, weil Ihr Freund mit einem Zombie-Rechner arbeitet und dieser durch einen C&C Server den Befehl erhalten hat, diese (Art von) Mail zu verschicken oder es wurde eine Mail von einem fingierten Absender verschickt. Dabei ist es selbstverständlich kein Zufall, dass der „Absender“ aus Ihrem unmittelbaren Umfeld stammt. Dank einschlägiger Onlineportale lassen sich Freundeslisten leicht einsehen und so vertrauenswürdige Kommunikationspartner finden.

Seien Sie vorsichtig und achten Sie auf Details. Anstatt die Links in den Mails zu nutzen, gehen Sie lieber „manuell“ auf die Seite des vermeintlichen Absenders und geben Ihr Anliegen dort im Suchfeld ein. Dieses Vorgehen ist die sicherere Variante. Besonders viele Phishing-Mails schmücken sich momentan mit den Namen PayPal, DHL und Amazon.

Eine weitere Sache sollten die Mac Nutzer unter Ihnen bedenken. Auch wenn Mac im Allgemeinen als sicher gilt, vor Phishing-Mails ist niemand wirklich geschützt! Auch und insbesondere für Unternehmer ist es von höchster Bedeutung, sich gegen Cyberangriffe aller Art zu wehren und diesen im Idealfall vorzubeugen. So gelten Mitarbeiter bzw. Angestellte als das wertvollste Gut im Unternehmen. Sie stellen aber auch die größte Sicherheitslücke dar! Zum einen sollten Sie klare Richtlinien im Umgang mit Emails und dem Internet aufstellen. Zum anderen können Schulungen das Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen. Schulung ist aber nicht Schulung! Wie Sie Ihren Mitarbeitern spielerisch, charmant, aber effektiv die notwendigen Details dauerhaft vermitteln können zeigen wir Ihnen gerne!

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Die meisten kennen wahrscheinlich die einschlägigen und zahlreichen Gerichts-TV-Sendungen. Dort geht es regelmäßig rund und zur Sache! Ton und Kleidungsstil sind salopp und der Lärmpegel hoch. Würde diese Praxis der Realität entsprechen, würde sich Justitia die Augen nicht zur vorurteilsfreien Rechtsfindung verbinden, sondern um das Grauen nicht mitansehen zu müssen.

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Forensik ist die wissenschaftlich und technische Untersuchung von Vorgängen zu ermittlerischen Zwecken. In der Regel sollen dadurch kriminellen Handlungen aufgeklärt werden. Das ist aber kein Muss

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Auch als Sachverständiger werde ich oft mit Abmahnungen konfrontiert. Seit einigen Monaten müssen Online-Händler in ihrem Online-Shop und auch bei den Angeboten auf Ebay, Amazon etc. unbedingt einen Hinweis auf die Internetplattform zur Online-Beilegung von verbraucherrechtlichen Streitigkeiten (sog. „OS-Plattform“) vorhalten.
Dabei empfiehlt sich dringend, den Link im Impressum oder den „Rechtlichen Informationen des Anbieters“ einzufügen. Fehlt dieser Link, so kann dies ohne weiteres eine teure kostenpflichtige Abmahnung zur Folge haben. Abmahner haben ein leichtes Spiel. Mit einem kurzen Blick auf das Impressum können Sie erkennen, ob der erforderliche Hinweis auf die OS-Plattform gegeben ist oder nicht. Deswegen werden Online-Händler derzeit mit Abmahnungen wegen des fehlenden Hinweises auf die OS-Plattform geradezu überschwemmt.

Viele Händler wissen nicht, dass hier ein Abmahnschutz bereits ab 15,00 EUR netto erhältlich ist. Machen Sie es Abmahnern nicht so leicht! Beugen Sie vor! Wollen Sie zukünftig ohne lästige und teure Abmahnungen handeln, dann empfehle ich den Abmahnschutzbrief.

Link auf die OS-Plattform

Die EU-Kommission hat diesen Link als Link auf die OS-Plattform bekannt gegeben: http://ec.europa.eu/consumers/odr/.

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Für Sachverständige und Gutachter ist dies viel mehr als eine bloße Empfehlung!

Unabhängig von dem Fachgebiet des Gutachters, der Bestellung bzw. Beauftragung und in welchem Rahmen seine Expertise gefragt ist, ist der Gutachter stets zur Verschwiegenheit verpflichtet.

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Viele von uns wurden im Laufe ihres Lebens das eine oder andere Mal in einen Prozess involviert.

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Der Sachverständige ist eine Person, die auf einem speziellen Wissensgebiet über außergewöhnliche Kenntnisse verfügt.

Natürlich können sich auch Private oder Firmen der besonderen Kenntnisse bedienen. Dies insbesondere als Vorsorgemaßnahme um (Gerichts-)Streitigkeiten durch Beweissicherung oder die Ermittlung von Erfolgsaussichten in Erfahrung zu bringen. Besondere Bedeutung erlangt der Sachverständige aber während eines anhängigen Gerichtsverfahrens.

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