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falten und furchen

Falten und Furchen, Ausdrücke der Hautmorphologie, bieten eine Fülle von einzigartigen Identifikationsmerkmalen. Diese dienen als Vergleichspunkte zwischen dem identifizierenden Modell und dem zu identifizierenden Subjekt. Die Disparität dieser Merkmale ermöglicht eine bemerkenswerte Präzision.

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Im Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG) ist die Vergütung von Sachverständigen im öffentlichen Bereich geregelt, einschließlich der Erstellung von anthropologischen Gutachten. Die Abrechnung erfolgt nach Honorargruppen, die sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Tätigkeit sowie nach der notwendigen Qualifikation des Sachverständigen richten. Für anthropologische Gutachten sieht die Tabelle 16 des zuletzt geänderten JVEG (BGBl. I 2020, 3241 – 3244) einen Stundenlohn von 115 EUR vor.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die notwendige Weiterbildung, die Sachverständige benötigen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, in der Vergütung oft nicht berücksichtigt wird. Sachverständige müssen sich regelmäßig fortbilden, um sicherzustellen, dass ihre Gutachten auf dem aktuellen Stand der Forschung sind. Diese Fortbildung erfordert oft erhebliche Zeit und Ressourcen, die nicht angemessen honoriert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwendung der bestmöglichen Software in der Video-Forensik. Die Nichtverwendung dieser teuren Software, die von der European Network of Forensic Science Institutes (ENFSI) empfohlen wird, wäre grob fahrlässig. Die Software kann bis zu 20.000 Euro pro Jahr kosten und ist somit für viele Einrichtungen eine finanzielle Herausforderung.

Eine angemessene Vergütung von Sachverständigen im öffentlichen Bereich ist jedoch unerlässlich, um eine faire und objektive Begutachtung sicherzustellen und somit eine gerechte Entscheidung im Verfahren zu ermöglichen. Eine unangemessene Vergütung kann dazu führen, dass qualifizierte Sachverständige nicht mehr bereit sind, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen, was wiederum zu einer Verschlechterung der Qualität der Begutachtung führen kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vergütung von Sachverständigen im öffentlichen Bereich nach Honorargruppen im JVEG geregelt ist. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die notwendige Weiterbildung und die Verwendung der bestmöglichen Software in der Video-Forensik oft nicht angemessen honoriert werden. Eine angemessene Vergütung ist jedoch unerlässlich, um eine faire und objektive Begutachtung sicherzustellen und somit eine gerechte Entscheidung im Verfahren zu ermöglichen.

Es bleibt die Frage, ob die Vergütung von 115 Euro pro Stunde für Sachverständige im öffentlichen Bereich, einschließlich der Erstellung von anthropologischen Gutachten und der Verwendung der bestmöglichen Software in der Video-Forensik, angemessen ist und ob diese Aufwendungen damit ausreichend gedeckt werden können. Es ist daher wichtig, die Vergütung von Sachverständigen im öffentlichen Bereich regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um eine faire und objektive Begutachtung sicherzustellen.

— George A. Rauscher am 03. Februar 2019
Überarbeitet am 16. April 2023

Quellenangabe:

Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG), zuletzt geändert durch BGBl. I 2020, 3241 - 3244.
European Network of Forensic Science Institutes (ENFSI).

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