Falten und Furchen eignen sich sehr gut für den wechselseitigen Merkmalsvergleich zwischen identifizierendem Objekt und dem zu identifizierenden Subjekt. Beide Merkmalsarten sind deutlich unterscheidbar.

Falten sind die immer mehr sichtbaren Veränderungen der alternden, dünner werdenden Gesichtshaut beim Menschen. Am Anfang sind es meist nur fein verlaufende Fältchen sichtbar in Form von Lachfalten oder Lippenfalten. Mit zunehmender Hautalterung kommt es zu einem schleichenden Prozess, wobei die feinen Fältchen über mitteltiefe Falten dann in Form von tiefen Falten und schließlich als Furchen sichtbar werden. Sie entstehen durch die Zusammenziehung der Muskeln und des Untergewebes.

Man unterscheidet bei der Hautalterung zwischen dem sogenannten „Zeitaltern“ und dem „Umweltaltern“ (auch „Lichtaltern“ genannt). Trotz großer individueller Schwankungen wird in Studien meist das 25. Lebensjahr als Beginn der Hautalterung angesehen. Allgemein lässt sich aber sagen, dass der Prozess in jedem Fall zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr beginnt, auch wenn das bloße Auge dies zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich wahrnehmen kann. Es kommt zur Bildung von Fältchen und Linien und zum Verlust von Elastizität und Spannkraft. Das Unterhautfettgewebe wird dünner und Fett- sowie Wassergehalt der Haut nehmen deutlich ab.

Die Haut bekommt tiefe Falten und Runzeln, ihre trockene Oberfläche neigt zu Einrissen und Pseudonarben, die Oberhaut wird dünner, wodurch die Blutgefäße noch deutlicher hervortreten. Die Trockenheit der alten Haut ist auf eine verminderte Aktivität der Talgdrüsenzurückzuführen: Es wird weniger Fett produziert, die Haut verliert an Elastizität und ist nicht mehr so regenerationsfähig, was insgesamt sogar zu Wundheilungsstörungen führen kann. Darüber hinaus lässt auch die Muskelspannkraft mit dem Alter nach, so dass verstärkt Falten und Furchen entstehen.

Das Doppelkinn eines Menschen resultiert letztendlich auch aus Furchen und einer Falte unterhalb der Kinnspitze.

 


 

Zeichnung: George A. Rauscher