Die gefährlichste Droge der Welt ist legal. Der Staat hat sie lizenziert, besteuert und zum Kulturgut erklärt.
Über ein Verbot, das auf einer toten Jugendlichen und einem ignorierten Gutachten basiert, über 44.000 Alkoholtote pro Jahr neben dem Pilz mit Schadenswert fünf, und über die seltsame Arithmetik eines Staates, der zugleich Dealer und Richter ist
Ich sitze an meinem Schreibtisch und lese einen Instagram-Post über eine Studie der Universität Padova. Psilocybin in Mikrodosen. Fettleber, Diabetes, Insulinresistenz, alles verbessert, ohne psychedelische Effekte, über einen Leberrezeptor, den vorher niemand auf dem Schirm hatte. Ich lege das Telefon hin. Dann nehme ich es wieder auf.
Seit Monaten, eigentlich seit Jahren, lese ich jede Publikation zu Psilocybin und Alzheimer. Neurogenese, BDNF-Hochregulierung, reduzierte Neuroinflammation im Hippokampus. Nicht weil ich eine akademische Neigung zu Pilzen habe. Sondern weil meine Mutter innerhalb von 2 Jahren rapide abgestürzt ist.
Die Frau, die ich kenne, verlässt sich selbst in Scheiben. Die Frau, die mir beigebracht hat, was ich weiß, die mich durch eine Kindheit begleitet hat, die alles andere als einfach war, ist nicht mehr zuverlässig auffindbar, wenn ich in ihre Augen schaue. Sie ist davongelaufen, einmal, zweimal, wurde gefunden, wurde gebracht. Jetzt muss sie ins Heim. Das ist keine Metapher. Das ist das Ende eines Prozesses, gegen den die Medizin, mit all ihren zugelassenen Medikamenten, mit all ihren Leitlinien, mit all ihren Forschungsmilliarden für Amyloid-Antikörper, im Wesentlichen nichts ausrichten konnte.
Und ich sitze an meinem Schreibtisch mit einem Stapel peer-reviewed-Studien und frage mich, ob es etwas gegeben hätte, das geholfen hätte. Ob es vielleicht jetzt noch etwas gibt, das hilft. Und warum ich nicht darf, diese Frage in einem klinischen Kontext stellen zu lassen, weil die Substanz, um die es geht, neben Heroin in einer Liste steht.
Diese Frage lege ich jetzt der Menschheit hin, nicht als Vorwurf, sondern als Befund, den jeder selbst nachrechnen kann.
9.000 Jahre vor dem Verbot
In den Höhlen von Tassili n'Ajjer, im heutigen Algerien, malten Menschen vor ungefähr 9.000 bis 7.000 Jahren Bilder auf Fels. Schamanen-Figuren, Körper übersät mit pilzartigen Strukturen, schwebende Gestalten, geometrische Muster, wie sie Generationen später Menschen beschreiben, die einen Psilocybin-Trip kennen. Der US Forest Service nennt Tassili n'Ajjer die älteste bekannte Petroglyphe, die die rituelle Nutzung psychoaktiver Pilze zeigt. Ob es wirklich Psilocybe-Pilze waren, ist unter Archäologen umstritten. Dass die Bilder etwas zeigen, das für diese Menschen außerordentliche Bedeutung hatte, ist es nicht.
In Spanien, in der Selva Pascuala bei Villar del Humo, malten Menschen vor 6.000 Jahren eine Reihe von 13 pilzartigen Objekten neben einem Stier. Die Spezies, die Mykologin Gastón Guzmán identifiziert, ist Psilocybe hispanica, ein Pilz, der auf Tierdung wächst. Das Bild ist kein Stillleben. Es ist eine Aufzeichnung.
In Mexiko pflegten die Mazateken über Jahrhunderte die Velada, eine nächtliche Heilungszeremonie unter einer Curandera. Maria Sabina, die bekannteste unter ihnen, die 1955 R. Gordon Wasson einweihte und damit das Wissen in die westliche Welt brachte, nutzte in diesen Zeremonien 13 bis 26 frische Pilzpaare, eine ernsthafte Dosis, keinen Snack. Das war kein Freizeitvergnügen. Das war eine Behandlung schwerer psychischer Krisen, unter ritueller Kontrolle, mit klar definierter Rolle der Begleiterin.
Sibirische Schamanen der Koryaken und Ewenken nutzten Amanita muscaria rituell, ebenfalls hochdosiert. Dort gibt es eine ethnographisch mehrfach dokumentierte Praxis: Rentiere fraßen Amanita, und der Urin der Rentiere wurde gesammelt und getrunken, weil Muscimol renal ausgeschieden wird und im Urin noch pharmakologisch aktiv ist. Das klingt absurd. Es ist sachlich korrekt.
Die Eleusinischen Mysterien in Griechenland dauerten über 2.000 Jahre. An der wichtigsten religiösen Zeremonie der antiken Welt nahmen Platon teil, Sophokles, Cicero, Marcus Aurelius. Dort wurde der Kykeon getrunken, ein Gerstentrank. Albert Hofmann, der Entdecker von LSD, zusammen mit dem Ethnobotaniker Wasson und dem Altphilologen Ruck, argumentierte 1978 pharmakologisch präzise, dass Mutterkornalkaloide die psychedelische Komponente lieferten, chemische Verwandte von LSD. Das ist eine Hypothese. Aber sie wird von ernsthaften Wissenschaftlern vertreten, und sie stellt eine Frage an die Gegenwart: ob das intellektuelle Fundament Europas möglicherweise zu einem Teil das Werk von Menschen war, die rituelle Erfahrungen mit psychedelischen Substanzen gemacht hatten.
Das Muster ist über alle Kulturen, alle Kontinente, alle Epochen dasselbe. Psychedelische Substanzen wurden nicht leichtfertig konsumiert. Sie wurden eingesetzt in Ausnahmesituationen, bei schwerer psychischer Not, bei existenzieller Orientierungslosigkeit, bei Krankheit, die anders nicht zu behandeln war. Immer unter Aufsicht, immer mit Kontrolle, immer mit Respekt vor dem, was da im Kopf eines Menschen passiert.
Was das 20. Jahrhundert damit gemacht hat, ist eine Geschichte für sich.
1971 und das Verbot, das aus der Angst kam
Im Jahr 1971 unterzeichneten 185 Staaten die UN-Konvention über psychotrope Substanzen. Psilocybin landete in Schedule I, der höchsten Verbotskategorie: kein anerkannter medizinischer Nutzen, hohes Missbrauchspotenzial. Seither steht ein Pilz, der seit Jahrtausenden in der Natur wächst und seit mindestens 9.000 Jahren von Menschen genutzt wird, auf derselben Liste wie Heroin.
Das ist nicht Wissenschaft. Das ist Politik.
Professor David Nutt weiß das besser als die meisten. Er war Großbritanniens oberster Drogenberater, einer der renommiertesten Psychopharmakologen Europas. Im Jahr 2010 veröffentlichte er gemeinsam mit dem Independent Scientific Committee on Drugs eine Studie im Lancet, die 20 Substanzen nach 16 Schadenskategorien bewertete, 9 für Schäden am Nutzer selbst, 7 für Schäden an anderen (Nutt et al., 2010). Das Ergebnis war eindeutig: Alkohol erhielt einen Gesamtschadenswert von 72 von 100 Punkten. Heroin: 55. Crack-Kokain: 54. Crystal Meth: 33. Tabak: 26. Cannabis: 20. MDMA: 9. LSD: 7. Psilocybin-Pilze: 5.
Fünf Punkte. Die niedrigste Zahl der ganzen Liste. Alkohol ist mehr als 14-mal so schädlich.
Nutt wurde daraufhin vom britischen Innenminister aufgefordert, seinen Beraterposten niederzulegen. Er hatte nicht das politisch genehme Ergebnis geliefert, sondern das wissenschaftlich korrekte. Für die Drogenpolitik war das ein Problem. Für die Wissenschaft war es schlicht das Resultat der Messung, und Nutt hat es nie zurückgenommen.
Der Pilz und das Gehirn, konkret
Warum interessiert mich Psilocybin für Alzheimer? Weil die Mechanismen inzwischen gut beschrieben sind. Psilocybin aktiviert nach der Umwandlung zu Psilocin den 5-HT2A-Rezeptor auf glutamatergen Pyramidenzellen in den tiefen kortikalen Schichten. Das setzt BDNF frei, den Brain-Derived Neurotrophic Factor, einen der wichtigsten Wachstumsfaktoren für Neuronen. BDNF über den TrkB-Rezeptor aktiviert mTOR-Signalwege, die Neuroplastizität und Neurogenese fördern.
Konkret: Eine einzige Psilocybin-Dosis erhöht die Dichte und Größe der Dendritenspinen auf Pyramidenneuronen im medialen präfrontalen Kortex um nachweislich 10%, und dieser Effekt hält Wochen an (Frontiers in Neuroscience, 2024).
Für Alzheimer ist das relevant, weil im Hippokampus, dem Bereich, der bei Alzheimer als erstes abbaut, genau diese Mechanismen zusammenbrechen. Eine Studie, die im Dezember 2025 in Alzheimer's & Dementia erschien, zeigte an einem gut etablierten Alzheimer-Mausmodell, dass Psilocybin Neuroinflammation reduziert, die BDNF-ERK-CREB-Signalkette verbessert und synaptische Proteine stabilisiert (Madhu et al., 2025). Die Amyloid-Beta-Plaques wurden nicht reduziert, das hält die Studie ausdrücklich fest. Aber die Gehirnfunktion war besser.
Es ist ein Tiermodell. Es beweist nichts für den Menschen. Es ist aber auch kein Nichts.
Und bei einer Krankheit, für die es praktisch keine wirksame Therapie gibt, ist ein Tiermodell mit positiven Ergebnissen zumindest eine Richtung, die man verfolgen müsste, eine Hypothese, die eine ernsthafte klinische Prüfung verdient. Die Amyloid-Antikörper, die zugelassen wurden, bremsen den Verlauf in den besten Fällen um Monate, zu einem Preis, der in die Zehntausende geht, mit Nebenwirkungen, die Hirnblutungen einschließen. Das ist die zugelassene, legale, erstattete Medizin. Der Pilz, der in einem Mausmodell die Neuroinflammation senkt und die Neurogenese ankurbelt, steht neben Heroin auf einer Liste.
Ich darf meiner Mutter nicht helfen. Ich musste zusehen, mit jeder neuen Studie, die auf meinem Schreibtisch landete, etwas genauer wissend, was theoretisch möglich wäre und praktisch verboten ist. Zusehen, wie ein Mensch zerfällt, während sich gleichzeitig Millionen mit staatlich lizenziertem Alkohol das Gehirn wegtrinken dürfen. Das ist die Lage. Ich schreibe sie auf, weil ich sonst nichts tun kann.
Was eine Mikrodosis überhaupt ist
Weil ich das heute schon gefragt wurde: 0,05 mg Psilocybin pro Kilogramm Körpergewicht, die Dosis der Padova-Studie, bedeutet für einen 80-Kilogramm-Menschen 4 mg reines Psilocybin. Umgerechnet in getrocknetes Pilzpulver mit einem Psilocybingehalt von etwa 0,8 bis 1% entspricht das ungefähr 0,4 Gramm. Das ist eine Mikrodosis. Der Stamets-Standard liegt bei 0,1 bis 0,3 Gramm, das Fadiman-Protokoll ähnlich. Man beginnt zu spüren, dass etwas möglicherweise anders ist, ab etwa 0,5 Gramm. Psychedelische Effekte im eigentlichen Sinne beginnen bei den meisten Menschen nicht unter 1 bis 1,5 Gramm.
Bei 0,4 Gramm passiert nichts Berauschendes. Die Amygdala schaltet nachweislich teilweise ab, die Angstreaktion nimmt ab, Neuroplastizität nimmt zu. Der Nutzer bleibt funktionsfähig. Keine Halluzinationen, kein Bewusstseinsverlust, kein Kontrollverlust.
Im Vergleich dazu: Eine Maß Bier auf dem Oktoberfest enthält etwa 26 Gramm reinen Alkohol. Wer 3 Maß trinkt, was auf der Wiesn niemanden überrascht, hat 78 Gramm reinen Alkohol im Blut. Das ist medizinisch relevante Intoxikation, messbare Beeinträchtigung des Urteilsvermögens, der Reaktionszeit, der Impulskontrolle.
Das eine ist legal und wird mit staatlicher Genehmigung in Zelten an Millionen Menschen verabreicht. Das andere bringt einen in Deutschland ins Visier der Strafverfolgung.
Ich will diesen Punkt nicht verlassen, ohne ihn ganz auszubuchstabieren, weil er der Kern des ganzen Widerspruchs ist. Stellen wir zwei Menschen nebeneinander. Der erste kauft im Supermarkt eine Flasche Wodka, trinkt sie über den Abend, beschimpft seine Familie, fällt die Treppe halb hinunter und wacht mit Gedächtnislücken auf. Vollkommen legal. Niemand klingelt an seiner Tür. Der zweite besitzt 0,4 Gramm getrocknetes Pilzpulver, das er morgens in winziger Menge einnimmt, um seine therapieresistente Depression erträglicher zu machen, ohne Rausch, ohne Ausfall, voll arbeitsfähig. Er begeht eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz. Bei entsprechender Menge folgt eine Hausdurchsuchung. Die Weitergabe an einen Leidensgenossen stünde rechtlich auf derselben Stufe wie Heroinhandel.
Das ist nicht überspitzt. Das ist die geltende Rechtslage, und sie ist genau verkehrt herum zu dem, was die Pharmakologie über beide Substanzen weiß.
Das Mädchen, das Verbot, und der Pilz, den man vergaß
Im März 2007 sprang Gaëlle Caroff, 17 Jahre alt, Französin auf einem Schulausflug, von einem Gebäude in Amsterdam. Sie hatte psychische Vorerkrankungen. Sie hatte Magic Mushrooms konsumiert, legal in den niederländischen Smartshops erhältlich, und sie hatte sie kombiniert mit Alkohol und anderen Substanzen. Als ihr Körper nach Frankreich zurückgebracht wurde, fand die dortige Autopsie kein Psilocybin mehr in ihrem Blut.
Das niederländische Gesundheitsministerium beauftragte daraufhin eine unabhängige Risikoanalyse. Das Komitee kam zu dem Schluss, dass Magic Mushrooms für die individuelle Gesundheit und die Gesellschaft so geringe Risiken darstellen, dass ein Verbot nicht gerechtfertigt sei. Gesundheitsminister Ab Klink las das Gutachten, legte es beiseite, und verbot die Pilze im Dezember 2008 trotzdem.
Es war das erste Mal in der Geschichte der Niederlande, dass ein Minister ein Gutachten seines eigenen wissenschaftlichen Komitees explizit ignorierte.
Und dann das Pikante: Die Pilze wurden verboten. Trüffel, also die unterirdischen Sclerotia derselben Pilzgattung, mit demselben Wirkstoff, wurden nicht verboten, weil niemand daran gedacht hatte. Die Trüffel sind bis heute legal in den Niederlanden. Wer heute von Deutschland aus über das Internet holländische Psilocybin-Trüffel bestellt, befindet sich jedoch auf deutschem Boden im vollen Anwendungsbereich des Betäubungsmittelgesetzes. Der Besitz ist eine Straftat. Die Weitergabe oder der Verkauf steht auf derselben rechtlichen Stufe wie der Handel mit Heroin. Dafür gibt es Haftstrafen.
Das ist kein Versehen. Das ist die legislative Konsequenz eines politischen Verbots, das auf einem ignorierten Gutachten basiert und mit dem Tod eines Mädchens begründet wurde, in dessen Blut bei der Autopsie keine Spur des verbotenen Wirkstoffs zu finden war.
Die Zahlen, die der Staat kennt und trotzdem ignoriert
Kommen wir zu dem, was der Staat tatsächlich zulässt, lizenziert, besteuert, befördert und feiert.
44.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr an den Folgen des Alkoholkonsums (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 2026). Das ist eine Zahl, die regelmäßig veröffentlicht wird, in offiziellen Statistiken, auf Regierungswebseiten, im Jahrbuch Sucht. Sie steht dort seit Jahren. Schätzungsweise 22.000 Krebsneuerkrankungen gehen jedes Jahr allein in Deutschland auf Alkohol zurück. Der gesellschaftliche Schaden: knapp 57 Milliarden Euro pro Jahr.
2,2 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland erfüllten 2024 die medizinischen Kriterien einer Alkoholabhängigkeit. Weitere 1,7 Millionen die Kriterien eines Alkoholmissbrauchs. Das sind zusammen fast 4 Millionen Menschen, bei denen eine Substanz pathologisch das Leben bestimmt, die man im nächstgelegenen Supermarkt kaufen kann, manchmal gleich neben den Gummibärchen.
Weltweit sterben laut WHO 2,6 Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Alkohols, 4,7% aller Todesfälle (WHO, 2024). 13% dieser Toten sind junge Menschen zwischen 20 und 39 Jahren. Kein anderes legales Konsumgut tötet auf diesem Niveau.
Ich habe einen Bekannten gehabt. Er war 31 Jahre alt, er war kein schwacher Mensch, er war jemand mit Witz und Energie, der irgendwo zwischen 22 und 25 aufgehört hatte, sich wirklich mit sich selbst auseinanderzusetzen, und stattdessen jeden Tag anderthalb Flaschen Whisky getrunken hatte. Was am Ende übrig war, war kein funktionierendes Gehirn mehr. Das ist keine bildhafte Übertreibung: Man konnte nicht mehr mit ihm sprechen in dem Sinn, in dem man mit jemandem spricht, der noch auf das reagiert, was man sagt. Er starb an Leberversagen. 31 Jahre alt. Niemand hat ihn dafür strafrechtlich verfolgt. Niemand hat den Händler verfolgt, der ihm den Whisky verkauft hatte. Niemand hat den Konzern verfolgt, der den Whisky hergestellt hatte. Er ist einfach gestorben, und die Zahlen für dieses Jahr liefen weiter.
Er ist nicht die Ausnahme. Er ist die Zahl, hinter der in Deutschland allein 44.000 andere stehen, pro Jahr, jedes Jahr, verlässlich, während der Bundeshaushalt 2,1 Milliarden Euro aus der Alkoholsteuer verbucht.
Gleichzeitig verzeichnete das Statistisches Bundesamt für 2024: 10.372 Suizide in Deutschland, 7,1% mehr als der Durchschnitt der letzten 10 Jahre, ein seit 2021 steigender Trend (Destatis, 2025). Eine Dunkelziffer, die Experten für erheblich halten, ist darin nicht einmal enthalten. 10.372 Menschen, die keinen anderen Ausweg mehr sahen. Viele von ihnen psychisch krank, viele davon Depressionen, PTBS, Angststörungen, Sucht.
Das Muster ist bekannt: Standardtherapien aus Antidepressiva und Psychotherapie helfen einem erheblichen Teil der Betroffenen nicht oder nicht ausreichend. Was in klinischen Studien mit Psilocybin beobachtet wurde, hat die Psychiatrie aufhorchen lassen: deutliche und teils über Wochen anhaltende Verbesserungen bei therapieresistenter Depression nach wenigen begleiteten Sitzungen, ohne tägliche Einnahme, ohne Abhängigkeit, ohne Dosiseskalation. Die FDA hat das 2018 ernst genug genommen, um der psilocybin-gestützten Therapie für therapieresistente Depression den Status Breakthrough Therapy zu verleihen. Das ist eine Beschleunigungsklassifikation für Substanzen, die in frühen Studien deutliche Vorteile gegenüber existierenden Behandlungen zeigen.
Bei PTBS sieht es ähnlich aus. Die Executive Order von Trump nennt die Veteranen-Suizidrate explizit als Begründung: mehr als 6.000 Veteranen sterben seit über 20 Jahren jährlich durch Suizid. Diese Menschen haben die Standardtherapien bekommen. Sie hat ihnen nicht geholfen. Für diese spezifische Gruppe, für die konventionelle Psychiatrie versagt, könnte Psilocybin ein Werkzeug sein, das existiert, das funktioniert, das sicher ist, und das trotzdem verboten bleibt.
Was Psilocybin im Gehirn macht, was Alkohol im Gehirn macht
Hier ein kurzer Vergleich, ohne Aufregung, nur die Mechanismen.
Psilocybin aktiviert Serotonin-Rezeptoren, fördert Neurogenese, erhöht BDNF, reduziert die Aktivität der Amygdala, also der Angst- und Bedrohungsverarbeitungsstruktur, und stärkt synaptische Verbindungen im präfrontalen Kortex, der Struktur, die für Impulskontrolle, Planung und Urteilsvermögen zuständig ist. In Mikrodosen verändert es weder Bewusstsein noch Handlungsfähigkeit.
Alkohol blockiert NMDA-Glutamat-Rezeptoren und aktiviert GABA-Rezeptoren, was zu zentralnervöser Dämpfung führt. Chronischer Konsum zerstört buchstäblich Neuronen, reduziert die Dichte der weißen Substanz, beschleunigt kognitiven Abbau. Acetaldehyd, das Abbauprodukt des Ethanols, ist direkt genotoxisch, schädigt also das Erbgut in Zellen. Deshalb ist Alkohol für mindestens 7 Krebsarten mitverantwortlich. Die Risikokurve beginnt beim ersten Schluck zu steigen. Es gibt keine sichere Menge Alkohol, was Krebsrisiko betrifft.
Das eine fördert Neurogenese. Das andere zerstört Neuronen. Das eine ist verboten. Das andere verschafft dem Bund 2025 durch die Alkoholsteuer Einnahmen von 2,1 Milliarden Euro (Destatis, 2026).
Medicinal Mushrooms, die niemand verbietet
Es gibt noch eine zweite Kategorie, die ich nicht unerwähnt lassen möchte, weil sie zeigt, wie groß das Feld ist, das wir gerade erst anfangen zu verstehen, und weil sie beweist, dass nicht alle Pilze verboten sind, sondern nur die interessantesten.
Hericium erinaceus, auf Deutsch Igelstachelbart, im Englischen Lion's Mane, ist ein weißer, zotteliger Pilz, der auf totem Laubholz wächst und aus der Entfernung tatsächlich aussieht wie ein miniaturisiertes Löwengebirge. Er enthält Hericenone und Erinacine, zwei Substanzklassen, die die Synthese von NGF, Nerve Growth Factor, und BDNF nachweislich stimulieren. NGF ist entscheidend für das Überleben und die Funktion cholinerger Neuronen, also genau jener Nervenzellen, die bei Alzheimer als erste massiv absterben. Klinische Studien an Menschen mit leichten kognitiven Einschränkungen zeigen Verbesserungen in kognitiven Tests bei regelmäßigem Konsum. Die Effektstärken sind moderat, aber konsistent, und die Substanz ist harmlos, legal und im Reformhaus erhältlich.
Ganoderma lucidum, der Lackporling, seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin als Reishi bekannt, enthält Triterpene und Beta-Glucane mit gut dokumentierten immunmodulatorischen Eigenschaften. Grifola frondosa, Maitake, zeigt in präklinischen Modellen interessante Effekte auf Insulin-Sensitivität und Blutzucker. Lentinula edodes, der Shiitake, enthält Lentinan, ein Beta-Glucan, das in Japan als zugelassenes Krebstherapeutikum verwendet wird.
Diese Pilze sind legal. Man kann sie im Reformhaus kaufen, als Kapsel, als Pulver, als getrocknetes Produkt. Niemand wird deswegen verfolgt. Aber ihre pharmakologische Erforschung ist jahrzehntelang kaum finanziert worden, aus einem einfachen Grund: Man kann Pilze nicht patentieren. Ein Pilz, der in der Natur wächst und seit Jahrhunderten bekannt ist, lässt sich nicht proprietarisieren. Kein Patent, kein exklusives Marktrecht, kein Anreiz für eine Pharmafirma, 800 Millionen Dollar in klinische Studien zu investieren. Das Geld geht in synthetische Moleküle, die sich schützen lassen. Der Pilz wächst weiter auf seinem toten Holz, und die Forschungslücke bleibt.
Und jetzt drehe ich den Gedanken um, weil er erst dann seine volle Hässlichkeit zeigt. Einen Pilz kann man nicht patentieren. Einen Stoff aber, der dem Wirkprinzip marginal ähnelt, sich chemisch genug unterscheidet, um schützbar zu sein, in hohen Dosen keine psychedelische Wirkung entfaltet und am Ende womöglich schwerste Nebenwirkungen mitbringt, den kann man patentieren, und an dem kann man Milliarden verdienen. Mir kann niemand erzählen, dass eine Industrie dieser Größe und dieser Finanzkraft nicht mächtig genug wäre, dafür zu sorgen, dass unbequeme Studien in Schubladen verschwinden und ein harmloser Pilz neben Heroin auf einer Verbotsliste landet, wo er der patentierbaren Konkurrenz nicht im Weg steht. Ich kann es nicht beweisen, ich formuliere es als das, was es ist, meine Überzeugung. Aber was hier geschieht, ist nach meinem Urteil kein bürokratisches Versehen. Es ist ein abscheuliches Verbrechen an genau den Menschen, denen geholfen werden könnte.
Das ist kein Zufall. Das ist Struktur.
Trump, Ibogain und die seltsame Rückkehr der Psychedelika
Am 18. April 2026 unterzeichnete Donald Trump eine Executive Order, die die FDA anweist, psychedelische Therapien zu beschleunigen, mit Fokus auf PTBS und Veteranen-Suizid (CBS News, 2026). Im Oval Office saßen Joe Rogan und ein ehemaliger Navy SEAL. Die Order nennt Ibogain, MDMA, Psilocybin und LSD als Substanzen, die schneller geprüft werden sollen. Bundesforschungsgelder von etwa 50 Millionen Dollar sind vorgesehen.
Hier ist das Witzige: Ibogain, die Substanz, die im Fokus steht, ist pharmakologisch erheblich gefährlicher als Psilocybin. Es verlängert das QT-Intervall im Herzrhythmus, kann zu lebensbedrohlichen Kammerarrhythmien führen, mindestens 27 Todesfälle sind in der Literatur dokumentiert. Eine Stanford-Studie an 30 Veteranen in Mexiko, die einzige nennenswerte humanexperimentelle Arbeit, hatte keine Placebogruppe.
Psilocybin hat keine bekannten kardialen Risiken. Psilocybin hat keine dokumentierten Todesfälle durch direkte pharmakologische Toxizität. Psilocybin hat ein breiteres und solideres Forschungsfundament.
Aber Psilocybin steht nach wie vor in Schedule I. Die Executive Order ändert das nicht. Und während die USA langsam aufwachen, bleibt in Deutschland ein Mensch, der 0,4 Gramm getrocknete Pilze besitzt, in derselben rechtlichen Kategorie wie ein Drogendealer.
Ein Kollege von mir, Schweizer Medizinprofessor, den ich gut kenne (und den ich hier nicht beim Namen nenne, weil er das aus gutem Grund genauso wenig möchte wie ich manchmal), hat öffentlich gesagt, wie es ist: Wir lassen unsere Menschen lieber mit Angst und Schmerz in den Altersheimen leiden, als ihnen Diazepam zu geben, weil Diazepam abhängig macht. Als ob Leiden die bessere Alternative zur Abhängigkeit wäre. Als ob ein Mensch in seinen letzten 5 Lebensjahren keine Angst haben dürfte, weil das Medikament dagegen ein Benzodiazepin ist.
Wo ist die Logik? Wo ist die Ethik?
Das Oktoberfest, oder: Die staatlich lizenzierte Drogenorgie
Ich komme zu meinem Lieblingswiderspruch in diesem ganzen Thema. Das Oktoberfest.
Ungefähr 6 Millionen Besucher in 16 bis 18 Tagen. Über viele Jahre wurden auf dem Festgelände nach der Schlussabrechnung mehr als 7 Millionen Liter Bier ausgeschenkt. Das sind nicht 7 Millionen Schluck. Das sind 7 Millionen Liter Alkohol, verabreicht an Menschenmassen, in Zelten, unter ohrenbetäubendem Lärm, bei voller Sonnenbestrahlung oder kaltem Regen, ohne medizinisches Begleitpersonal, ohne kontrollierte Dosierung, ohne Aufklärung über Wechselwirkungen mit anderen Substanzen, ohne irgendeine der Vorsichtsmaßnahmen, die selbst die liberalste Psilocybin-Studie für ihre Teilnehmer verlangt.
Die Polizeibilanz für das Oktoberfest 2025 ist sachlich und in ihrem Sachlichsein wunderschön: 784 Anzeigen, 236 Körperverletzungen davon 75 gefährliche, 72 Sexualdelikte, 5 Vergewaltigungen, 1.598 Polizeieinsätze (Hasepost, 2025). Kein Tötungsdelikt, schreibt die Polizei selbst, und man fragt sich unwillkürlich, ab welchem Niveau „kein Tötungsdelikt" als Positivbilanz gilt. In mindestens 16 Fällen wurde ein Maßkrug zur Waffe.
Der Maßkrug als Waffe. Das ist nicht metaphorisch. Das ist ein Tonkrug mit einem Liter Flüssigkeit, der von einem alkoholisierten Menschen gegen den Schädel eines anderen Menschen geworfen oder geschlagen wurde. Nicht einmal, nicht zweimal. 16 Mal, in 16 Tagen, auf einem Volksfest. Das Oktoberfest ist die größte staatlich lizenzierte Veranstaltung Europas, bei der eine der schädlichsten Drogen der Welt in industriellem Maßstab verabreicht wird, mit polizeilicher Absicherung, mit kommunaler Beteiligung, mit touristischem Branding, mit dem Segen der Staatsregierung und einem eigenen Wikipedia-Artikel über seine jahrhundertelange Geschichte.
Alkohol macht aggressiv. Das ist keine Meinung. Das ist Pharmakologie. Ethanol senkt die frontale Hemmung, erhöht Impulsivität, beeinträchtigt die Verarbeitung sozialer Signale. Wer betrunken ist, schlägt eher zu. Wer sehr betrunken ist, schlägt eher mit dem Krug. Das ist in der Neurowissenschaft so gut verstanden, wie irgendwas in der Neurowissenschaft verstanden wird.
Man überlege sich einmal, wie eine entsprechende Psilocybin-Veranstaltung aufgenommen würde. Ein Festival, bei dem Menschen in kontrollierten Gruppen, mit psychologisch ausgebildeten Begleitpersonen, in ruhiger Atmosphäre, in einem Setting, das auf Sicherheit ausgelegt ist, 0,5 Gramm Pilzpulver nehmen und danach über ihre Depressionen reden. Keine Vergewaltigungen dokumentiert in Psilocybin-Studien. Keine Körperverletzungen. Kein Maßkrug als Waffe.
Das wäre eine Straftat. Das Oktoberfest bekommt Sicherheitskräfte, städtische Infrastruktur, ein internationales Marketingbudget und Millionen an touristischen Einnahmen.
Polemische Vorwarnung
Ich bin kein Arzt. Das ist eine Tatsache, die ich hier festhalte, nicht als Disclaimer, sondern weil sie zum Argument gehört: Ich bin Wissenschaftler. Ich lese Studien. Das ist mein Hobby, und mein Beruf hat mich gelehrt, dass die meisten Menschen, die „Ich bin kein Arzt" sagen, das als Entschuldigung meinen. Ich meine es als Positionsbeschreibung. Ich lese primäre Literatur, ich bewerte Methodik, ich erkenne, wenn ein Ergebnis statistisch signifikant aber klinisch irrelevant ist, und ich erkenne, wenn ein Verbot pharmakologisch unhaltbar ist.
Psilocybin in Mikrodosierung ist in Deutschland illegal. Das Besitzen ist strafbar, die Weitergabe steht auf dem Niveau von Heroin-Handel. Das ist der aktuelle rechtliche Stand, und ich rufe ausdrücklich niemanden auf, ihn zu ignorieren. Wer in Deutschland mit Psilocybin-haltigen Substanzen in Kontakt kommt, bewegt sich in Gewässern, die strafrechtlich ernst zu nehmen sind.
Das ändert nichts daran, dass das Verbot pharmakologisch absurd, historisch schlecht begründet und ethisch kaum vertretbar ist, verglichen mit dem, was dieser Staat gleichzeitig erlaubt, lizenziert und besteuert.
Was die Buchhaltung sagt
2024 erzielte der deutsche Staat durch die Alkoholsteuer Einnahmen von 2,0 Milliarden Euro (Destatis, 2025). 2025 waren es 2,1 Milliarden. Das ist nur die Branntweinsteuer, also Spirituosen. Biersteuer, Mehrwertsteuer auf Alkohol, kommunale Einnahmen durch Oktoberfest-Lizenzen und Veranstaltungsgebühren kommen dazu.
Im selben Jahr verursachte schädlicher Alkoholkonsum in Deutschland Gesellschaftskosten von knapp 57 Milliarden Euro. Direkte Behandlungskosten für alkoholbedingte Krankheiten, Kosten durch Arbeitsausfälle, Frühverrentung, Polizeieinsätze, Unfallfolgen, Suchttherapie. Der Staat nimmt einige Milliarden ein und gibt ein Vielfaches aus.
Das nennt man einen Interessenkonflikt. In einem anderen Kontext, sagen wir, einem Pharmaunternehmen, das gleichzeitig Regulator und Hersteller einer gefährlichen Substanz wäre und dabei die wissenschaftliche Expertise seiner eigenen Berater ignorierte, würde man ihn als nicht hinnehmbar bezeichnen. Man würde Ermittlungen fordern. Man würde Transparenzberichte verlangen. Man würde parlamentarische Anfragen stellen.
Wenn der Dealer der Staat ist, nennt man es Steuerpolitik.
Was wir wissen und was wir trotzdem nicht dürfen
Ich lege der Menschheit folgende Widersprüche vor, sachlich, ohne Aufregung, in der Überzeugung, dass die nackten Zahlen aufregend genug sind.
Wir wissen seit 2010, gemessen, peer-reviewed, publiziert im Lancet, dass Alkohol die schädlichste Droge der 20 untersuchten Substanzen ist. Psilocybin ist die am wenigsten schädliche. Der Staat behandelt sie genau umgekehrt.
Wir wissen, dass 44.000 Menschen pro Jahr in Deutschland an Alkohol sterben. Kein Mensch ist in der dokumentierten Geschichte an einer pharmakologischen Psilocybin-Überdosis gestorben. Es gibt kein bekanntes tödliches Niveau für den Menschen, was Psilocybin betrifft.
Wir wissen, dass 10.372 Menschen 2024 in Deutschland durch Suizid starben, viele davon mit diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen, die auf Standardtherapien nicht ansprachen. Wir wissen, dass Psilocybin in klinischen Studien bei therapieresistenten Depressionen und PTBS Effekte zeigt, die kein bisheriges Medikament in dieser Form erreicht.
Wir wissen, dass in Alzheimer-Mausmodellen Psilocybin die Neuroinflammation reduziert und die hippokampale Neurogenese verbessert. Und ich weiß, dass die Frau, die mir beigebracht hat, was ich weiß, jetzt in einem Heim lebt, weil die zugelassene Medizin keine Antwort hatte.
Und wir wissen, dass das niederländische Verbot von 2008 auf einem ignorierten Gutachten basiert, und auf dem Tod eines jungen Mädchens, in deren Körper bei der Autopsie kein Psilocybin mehr nachweisbar war.
Das ist die Buchhaltung. Das sind die Zahlen. Das ist die Wissenschaft.
Ich habe heute morgen eine Studie gelesen, über Pilze und Insulin und Leberfett, auf einem Instagram-Post. Ich habe das Telefon weggelegt. Dann habe ich es wieder aufgenommen. Nicht wegen der Leber-Ergebnisse.
Der Staat, der gleichzeitig Dealer der gefährlichsten Droge ist und Richter über die am wenigsten gefährliche, darf sich diese Fragen gefallen lassen. Und wir, die wir zusehen, dürfen aufhören, so zu tun, als wäre das normal.
Meine Mutter ist 85. Sie muss jetzt ins Heim, weil ihr Gehirn an einer Krankheit zerfällt, der man möglicherweise hätte vorbeugen können und gegen die es zumindest eine Hoffnung gibt, die seit über 50 Jahren neben Heroin weggesperrt liegt. Ich darf diese Hoffnung nicht einmal in einem klinischen Rahmen für sie prüfen lassen. Stattdessen kaufe ich auf dem Heimweg an einer Tankstelle vorbei, an der eine Palette Bier näher am Eingang steht als die Zeitungen, und niemand hält das für einen Skandal.
Es ist nicht normal. Es ist politisch. Und Politik kann man ändern. Die Frage ist nur, wie viele Mütter vorher noch ins Heim müssen.
Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit / kenn-dein-limit.de. (2026). Alkoholkonsum in Deutschland: Zahlen und Fakten. https://www.kenn-dein-limit.de/alkoholkonsum/alkoholkonsum-in-deutschland/
- CBS News. (2026, April 16). Trump to sign executive order on psychedelic drug used abroad to treat PTSD. https://www.cbsnews.com/news/psychedelic-drug-ibogaine-ptsd-trump-to-sign-executive-order/
- COMPASS Pathways. (2018, Oktober 23). COMPASS Pathways receives FDA Breakthrough Therapy designation for psilocybin therapy for treatment-resistant depression. https://www.prnewswire.com/news-releases/compass-pathways-receives-fda-breakthrough-therapy-designation-for-psilocybin-therapy-for-treatment-resistant-depression-834088100.html
- Colognesi, M., Gabbia, D., Signor, A., et al. (2026). Low, non-psychedelic doses of psilocybin as a novel treatment for MASLD, obesity and type 2 diabetes via 5-HT2B receptor-dependent mechanisms. Pharmacological Research, 224, 108080. https://doi.org/10.1016/j.phrs.2025.108080
- Frontiers in Neuroscience. (2024). Psilocybin for the treatment of Alzheimer's disease. Frontiers in Neuroscience. https://doi.org/10.3389/fnins.2024.1420601
- Hasepost. (2025, Oktober 5). Oktoberfest: Friedliche Bilanz, weniger Einsätze, mehr Straftaten. https://www.hasepost.de/oktoberfest-friedliche-bilanz-weniger-einsaetze-mehr-straftaten-640309/
- Madhu, L. N., Somayaji, Y., Kotian, S., et al. (2025). Psilocybin maintains better brain function in an Alzheimer's disease model with reduced neuroinflammation and improved hippocampal neurogenesis. Alzheimer's & Dementia. https://doi.org/10.1002/alz70859_100589
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- Statistisches Bundesamt (Destatis). (2026). Verbrauchsteuern 2025: 149,0 Millionen Liter Alkohol versteuert. https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Verbrauchsteuern/alkoholsteuer.html
- WHO. (2024, Juni 25). Over 3 million annual deaths due to alcohol and drug use, majority among men. https://www.who.int/news/item/25-06-2024-over-3-million-annual-deaths-due-to-alcohol-and-drug-use-majority-among-men