Warum Dauerstress euren Stoffwechsel trifft, und warum die Wunderwurzel eure Leber treffen kann
Über ein Hormon, das euren Stoffwechsel still in Richtung Fett und Diabetes schieben kann, während ihr brav weiterfunktioniert, über die Wunderwurzel, die den Cortisolspiegel möglicherweise senkt und dabei in seltenen Fällen eine Leber zerlegt, und über die einzige Substitution, die am Ende wirklich trägt, den Absprung aus dem Rad
Ich war unterwegs, allein mit meinen Gedanken, irgendwo zwischen zwei Terminen, und ich habe über den letzten Text nachgedacht und über die Flut an Nachrichten, die er losgetreten hat. Fast alle liefen auf dieselbe Frage hinaus. „Gibt es denn da nicht eine Tablette? Gibt es irgendein Mittel, das man einfach schluckt, damit dieses Cortisol endlich sinkt und man weiterfunktionieren kann wie bisher?”
Und während ich diese eine Frage las, immer und immer wieder, ist mir etwas aufgefallen. Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Menschen gesprochen, nicht in Konferenzräumen, sondern dort, wo das Leben stattfindet. Mit der Frau an der Supermarktkasse, deren Lächeln kurz vor Ladenschluss nur noch eine Muskelbewegung war. Mit dem Mann in der Werkstatt, der unter einem Wagen lag und schwitzte und mir zwischen zwei Handgriffen erzählte, dass er nicht mehr kann. Keiner von ihnen wirkte, als hielte er das noch lange durch. Jeder Einzelne stand kurz davor, aus dem Hamsterrad zu kippen, einfach weil die Kraft ausgeht.
Also gut, ihr bekommt euren Text über das Cortisol. Aber ihr bekommt ihn ehrlich, mit allem, was daran hängt, auch mit dem, was euch kein Prospekt erzählt. Das Erste ist unbequem und steht deshalb gleich hier oben. Dieser dauerhaft aus dem Takt geratene Stresshaushalt, den das ständige Sofort in euch anrichtet, kann euren Stoffwechsel in Richtung Insulinresistenz, Bauchfett und Typ-2-Diabetes schieben, und das ist keine Charakterschwäche, sondern Biochemie. Er ist nicht die einzige Ursache, aber er kann ein kräftiger Teil des Problems sein. Die Tablette, nach der ihr fragt, meistens ist damit Ashwagandha gemeint, kann den Cortisolspiegel in kleinen Kurzzeitstudien messbar senken, kann euch aber in seltenen Fällen die Leber zerlegen. Beide Sätze belege ich in diesem Text, mit Quelle, ohne Übertreibung.
Ich bin kein Hausarzt, und ich verkaufe euch nichts. Ich schreibe hier aus der Humanbiologie und aus jahrzehntelanger forensischer Praxis heraus, nicht als behandelnder Endokrinologe, und genau deshalb trenne ich sauber zwischen publizierten Befunden, persönlicher Erfahrung und meiner gesellschaftlichen Bewertung. Von dieser Warte aus rede ich zu euch, nicht aus dem Hochglanzheft eines Herstellers, der euch eine Wurzel als Erlösung andreht.
Und weil wir gleich tief einsteigen, sage ich euch meine These für diesen ganzen Text vorweg, in einem Satz. Die meisten von uns werden nicht einfach so krank, aus heiterem Himmel, vom Pech getroffen. Wir werden systemisch krank, weil wir in einem Zustand leben, für den der Homo sapiens nie gebaut wurde, im Daueralarm, rund um die Uhr, ohne Pause und ohne Ausweg.
Was Cortisol in euch anrichtet, wenn es nie mehr abschaltet
Fangen wir bei der Wahrheit an, die zu eurer Verteidigung gehört. Cortisol ist nicht euer Feind. Es ist das Hormon, das euch morgens aus dem Bett holt, bevor der Wecker überhaupt klingelt, und es ist das Hormon, das euch bei echter Gefahr über die nächsten Minuten mit Energie versorgt. Wenn ein Wagen auf euch zurast, schießen in den ersten Sekunden vor allem Adrenalin und Noradrenalin hoch, das Herz beschleunigt, die Muskeln werden durchblutet, und ihr springt zur Seite, ohne nachzudenken. Cortisol folgt etwas langsamer und hält danach die Energiebereitstellung stabil. Genau dafür wurde diese ganze Maschinerie über Hunderttausende von Jahren gebaut, für den kurzen Schrecken und die schnelle Rettung.
Der Homo sapiens war für den Säbelzahntiger gebaut. Ein kurzer Schrecken, ein Sprint, dann Ruhe, dann Erholung am Feuer. Er war nie für einen Posteingang gebaut, der Hunderte kleine Säbelzahntiger am Tag verschickt, jeder davon dringend, jeder davon sofort, keiner davon echt. Und genau hier bricht das System, das euch eigentlich schützen soll. Es kennt keinen Unterschied zwischen dem Tiger und der Mahnung über 100 Euro. Für euren Körper ist beides eine Bedrohung, und auf beides antwortet er mit demselben Stoff.
Die Steuerung dahinter trägt einen sperrigen Namen, die HPA-Achse, eine Kette vom Hypothalamus im Gehirn über die Hirnanhangdrüse bis zur Nebennierenrinde. Ihr müsst euch den Namen nicht merken, ihr müsst nur begreifen, was sie tut. Sie ist ein Regelkreis mit einer Bremse. Steigt das Cortisol, meldet das Gehirn zurück, genug, runterfahren, und der Spiegel sinkt wieder, so soll es eigentlich laufen. Bei chronischem Stress kann dieser Regelkreis aus dem Takt geraten. Manche Menschen zeigen dann erhöhte Cortisolwerte, andere ein abgeflachtes Tagesprofil oder eine gedämpfte Reaktion auf neue Belastungen. Eine große Metaanalyse hat genau diese widersprüchlichen Muster zusammengetragen. Das Problem ist also nicht immer ein ständig hoher Spiegel, sondern eine Stressachse, die nicht mehr sauber zwischen Alarm und Erholung wechselt.
Und jetzt kommt der Teil, der euch betrifft, wenn ihr in den Spiegel schaut. Cortisol treibt in der Leber die Neubildung von Zucker an, damit im Notfall Treibstoff bereitsteht. Ein guter Mechanismus, wenn der Notfall in 5 Minuten vorbei ist. Eine Katastrophe, wenn der Notfall 5 Jahre dauert. Denn dann steht dauernd zu viel Zucker im Blut, die Bauchspeicheldrüse pumpt dauernd Insulin dagegen, und irgendwann hören eure Zellen einfach auf, auf das Insulin zu reagieren. Das nennt man Insulinresistenz, und sie ist die Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Die insulinbildenden Betazellen arbeiten gegen eine Wand, bis sie den steigenden Insulinbedarf irgendwann nicht mehr ausreichend kompensieren können.
Das Fett kommt dazu, und es kommt an einer bestimmten Stelle. Cortisol schickt es nicht gleichmäßig auf Hüften und Arme, es lagert es tief im Bauch ein, um die Organe herum, als sogenanntes viszerales Fett. Dieses Bauchfett ist kein toter Speicher, es ist ein aktives Organ, das selbst Entzündungsstoffe absondert und den ganzen Kreislauf weiter anheizt. Eine Übersichtsarbeit hat diese Zusammenhänge unter dem bewusst provokanten Titel „Cortisol: the villain in metabolic syndrome?” gebündelt, mit Fragezeichen, denn Cortisol ist ein Faktor unter mehreren, nicht der alleinige Schuldige. Ein Enzym namens 11-beta-HSD1 macht die Sache noch schlimmer, weil es direkt im Fett- und Lebergewebe inaktives Cortison wieder in aktives Cortisol verwandelt, quasi eine kleine Nachschubfabrik am Ort des Geschehens.
Wer den Extremfall sehen will, schaut auf das Cushing-Syndrom. Da produziert der Körper dauerhaft und krankhaft zu viel Cortisol, diagnostisch nachweisbar und oft in einer ganz anderen Größenordnung, und das Ergebnis ist ein Lehrbuch des Grauens. Bauchfett, Stammfettsucht, hoher Blutzucker, hoher Blutdruck, Muskelschwund. Alltagsstress ist kein Cushing-Syndrom, das sage ich deutlich, aber einzelne Mechanismen und ihre Folgen für den Stoffwechsel können sich überschneiden. Und genau das ist bitter, denn das schleichende Muster verteilt sich über Jahre, so unauffällig, dass ihr die Schuld bei euch selbst sucht, bei eurer angeblichen Disziplinlosigkeit, während in Wahrheit ein ganzes Hormonsystem mitregiert.
Und da draußen läuft dann der Otto Sapiens herum und erklärt euch am Tresen die HPA-Achse, weil er die Hälfte eines Podcasts gehört hat, und er sagt euch, ihr müsstet euch halt einfach mal zusammenreißen. Ausgerechnet zusammenreißen, als ließe sich der eigenen Nebennierenrinde per Willenskraft befehlen, jetzt bitte etwas weniger zu produzieren. Dieselbe Nebennierenrinde, die auf die Mahnung reagiert hat, bevor ihr sie überhaupt zu Ende gelesen hattet.
Und jetzt der Teil, bei dem ich ehrlich bleiben muss
Im letzten Text habe ich euch die Serotonin-Legende auseinandergenommen, die Geschichte vom leeren Tank, den man mit einer Pille wieder auffüllt. Bei Cortisol lauert dieselbe Versuchung, und ich falle nicht hinein. Man würde jetzt gern sagen, hoher Dauerstress bedeutet hohes Cortisol, hohes Cortisol bedeutet Depression, fertig, hier ist die saubere Kausalkette, hier ist die nächste Pille. Und genau das sage ich euch nicht, weil es so einfach nicht stimmt.
Was belegt ist, ist beeindruckend genug. Besonders bei schweren, melancholisch oder psychotisch gefärbten Depressionen ist die HPA-Achse häufig überaktiv, die Bremse funktioniert nicht mehr richtig, und der Körper reagiert nicht mehr normal auf die eigenen Stresshormone, was die Fachwelt Glukokortikoid-Resistenz nennt. Andere Formen der Depression können ganz andere Muster zeigen. Solche Veränderungen lassen sich in Studien mit Cortisolprofilen und pharmakologischen Funktionstests nachweisen, es gibt Jahrzehnte an Forschung dazu, aber es ist kein routinemäßiger Einzeltest, mit dem sich eine Depression diagnostizieren ließe. Unter wirksamer Behandlung normalisiert sich dieses Muster oft wieder.
Aber, und dieses Aber ist mir wichtig, dieselbe Forschung zeigt auch die Gegenrichtung. Es gibt Arbeiten, die zeigen, dass hohe Glukokortikoide eben nicht immer depressiv machen, und dass ihre Senkung eben nicht immer hilft. Der Zusammenhang ist real, aber er ist keine Einbahnstraße, keine simple Ursache mit simpler Wirkung. Und hier trenne ich für euch offen, was Beleg ist und was meine Meinung, so wie ich es immer tue.
Beleg ist, dass die Stressachse bei vielen Depressionen aus dem Takt gerät. Meinung ist, was ich daraus mache, und die sage ich euch klar als Meinung. Ich glaube, dass ein Körper, den man jahrelang im Alarm hält, irgendwann einen Punkt erreicht, an dem er sagt, „ich mag diesen Charakter nicht mehr spielen”. Ich glaube, dass die meisten Krankheiten, die uns heute umbringen, systemisch sind, gewachsen aus einem Leben, das gegen jede Logik der eigenen Biologie geführt wird. Das ist meine Überzeugung, gestützt von der belegten Seite, und ich verkaufe sie euch nicht als bewiesene Tatsache.
Und jetzt kommt eine zweite Meinung, unmissverständlich als solche gekennzeichnet, und sie wird ein paar Leuten nicht gefallen. Ich glaube, dass viele Ärzte von all dem wenig mitgenommen haben. Die HPA-Achse, das Cortisol, das Zusammenspiel der Systeme, das steht zwar im Lehrbuch, aber im Studium wird es für die Prüfungswelle gebüffelt und danach wieder vergessen. Man fragt den Kommilitonen, „was hat der Professor letztes Jahr abgefragt”, man lernt genau das stur auswendig, man übersteht die Welle, und am Freitag ist die Hälfte schon wieder weg. Was bleibt, ist der Griff zum Rezeptblock, weil der schneller geht als die Frage, warum sich der Körper dieses Menschen eigentlich wehrt. Ich sage das nicht, um Ärzte zu verhöhnen, viele arbeiten am Anschlag in einem kaputten System. Ich sage es, damit ihr aufhört, jedes Urteil über euren eigenen Körper an jemanden abzugeben, der ihn in wenigen Minuten Sprechzeit nie kennenlernen wird.
Was wirklich hilft, und was man euch nur verkauft
Kommen wir zu der Frage, mit der alles anfing. Was kann man denn machen? Ich fange mit dem an, was am meisten hilft und am wenigsten kostet, und das ist unbequem, weil man es nicht schlucken kann. Ihr müsst raus aus dem Rad. Ihr müsst den Lärm leiser drehen, den Dauerbeschuss aus fremden Katastrophen abstellen, schlafen, euch bewegen, ans Tageslicht gehen, dem Körper das zurückgeben, was für den Homo sapiens selbstverständlich war und was ihm heute Stück für Stück gestohlen wird. Das senkt den Cortisolspiegel nachhaltiger als jede Kapsel, und es hat keine Nebenwirkung außer der, dass ihr euer Leben zurückbekommt.
Und weil das so allgemein klingt, mache ich es konkret. Cortisol folgt einem Tagesrhythmus, es liegt um Mitternacht niedrig, steigt in der zweiten Nachthälfte wieder an und erreicht seinen Gipfel gewöhnlich 30 bis 60 Minuten nach dem Aufwachen. Guter Schlaf lässt diesen Rhythmus überhaupt erst zur Ruhe kommen, und wer nachts um 2 noch durch fremde Empörung scrollt, stört genau dieses Muster. Regelmäßige Bewegung verbessert langfristig die Regulation der Stressachse, auch wenn eine einzelne intensive Einheit den Cortisolspiegel vorübergehend anheben kann. Tageslicht am frühen Morgen stellt eure innere Uhr, und für einen Spaziergang im Wald gibt es zumindest kleine Studien, die einen kurzfristig senkenden Effekt beobachtet haben. Nichts davon lässt sich patentieren, nichts davon bringt einem Hersteller Geld, und genau deshalb hört ihr davon so wenig, während euch die nächste Wunderkapsel aus jedem Feed entgegenspringt.
Erst danach kommt die Wurzel, über die ihr alle etwas wissen wollt. Und weil ich euch nicht anlügen möchte, sage ich es rundheraus. Ja, auch ich nehme Ashwagandha. Ich supplementiere ohnehin viel, von einem B-Komplex bis zu Vitamin C, und ich achte darauf, dass ich keine grobe Lücke bei den wichtigen Mikronährstoffen habe. Aber Ashwagandha nehme ich nur bei Bedarf, kurweise, nicht dauerhaft und nicht in großen Mengen, und gleich versteht ihr, warum ich diese Vorsicht so betone. Dass ich es nur kurweise nehme, ist meine persönliche Vorsichtsentscheidung, kein wissenschaftlich abgesichertes Schutzschema, denn eine seltene idiosynkratische Leberschädigung kann auch nach kurzer Einnahme auftreten.
Zur Wirkung ist die Studienlage ordentlich, das gebe ich der Pflanze ehrlich. In kleinen kontrollierten Kurzzeitstudien senkte ein standardisierter Wurzelextrakt bei gestressten Erwachsenen über rund 2 Monate den morgendlichen Cortisolspiegel messbar, gegenüber einem Scheinpräparat, und die Stresswerte sanken mit. Es gibt mehrere solcher Studien, doppelblind, mit Kontrollgruppe, und sie zeigen in dieselbe Richtung, auch wenn amtliche Stellen die Wirkung wegen kleiner Fallzahlen, wechselnder Extrakte und fehlender Langzeitdaten nur als möglich einstufen.
Jetzt kommt das Kleingedruckte, das in keiner Werbung steht. Diese Studien sind kurz, sie laufen über Wochen, nicht über Jahre, sie haben kleine Teilnehmerzahlen, und ein Teil von ihnen wurde in der Nähe der Hersteller finanziert. Sie prüfen zudem hochstandardisierte Spezialextrakte unter kontrollierten Bedingungen, nicht das billige Pulver, das euch der Algorithmus zwischen einem Kollagendrink und einem Darmreiniger andreht. Adaptogen, so nennt die Branche diese Mittel, und das Wort klingt nach sanfter Naturweisheit, während dahinter ein Milliardenmarkt steht, der euch verspricht, ihr würdet mit einer Kapsel am Tag zum tiefenentspannten Bison. So funktioniert das nicht, und genau deshalb kommt jetzt die andere Seite.
Die Kehrseite der Wunderwurzel
Ab hier rede ich kalt und ohne Verzierung, weil es hier um euren Körper geht und ein falscher Satz euch echten Schaden zufügen kann. Ashwagandha ist kein harmloses Kräutlein, und wer euch das erzählt, hat die Fallberichte der letzten Jahre nicht gelesen.
Das größte Problem ist die Leber. Es gibt eine dokumentierte Fallserie aus Island und dem US-Netzwerk für arzneimittelbedingte Leberschäden, in der Menschen nach der Einnahme von Ashwagandha eine Leberschädigung entwickelten, Gelbsucht, quälenden Juckreiz, mit einer Latenz von wenigen Wochen bis zu 2 Monaten nach Beginn. In diesen Fällen erholte sich die Leber über Monate wieder, ohne dauerhaftes Versagen, und das ist die gute Nachricht. Die schlechte kommt aus Indien. Dort wurden in einer Fallserie 8 Menschen untersucht, die Ashwagandha als Einzelsubstanz genommen hatten. 5 von ihnen hatten bereits eine chronische Lebererkrankung, 3 entwickelten ein akut-auf-chronisches Leberversagen, und diese 3 sind gestorben. Sie sind nicht schwer erkrankt und wieder genesen, sie sind gestorben.
Die amerikanische Fachdatenbank für Leberschäden ordnet Ashwagandha als wahrscheinliche Ursache klinisch bedeutsamer Leberschädigungen ein und rät ausdrücklich davon ab, wenn eine Leberzirrhose oder eine fortgeschrittene chronische Lebererkrankung vorliegt. Sie nennt noch ein zweites Problem, das euch alle betrifft, die zum Regal greifen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln schwanken Standardisierung und Produktqualität erheblich, und Falschdeklarationen, Mischpräparate und Verunreinigungen erschweren in einzelnen Fällen sogar die Zuordnung eines Leberschadens zum eigentlichen Auslöser.
Dann ist da noch die Schilddrüse. Ashwagandha kann die Schilddrüsenhormone anheben, das ist in einer Studie an Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion gezeigt worden, und für die kann das sogar günstig sein. Für alle anderen ist es ein Risiko. Wer eine Schilddrüsenüberfunktion hat oder wer bereits Schilddrüsenhormone einnimmt, etwa Levothyroxin, dem kann diese zusätzliche Wirkung die Werte in den überschießenden Bereich kippen, mit Herzrasen, Unruhe, Schlaflosigkeit als Folge. Das ist keine Kleinigkeit, und kein Mensch denkt beim Griff zum Stimmungspulver an seine Schilddrüse.
Die Schwangerschaft ist ein Kapitel für sich, und hier zeige ich euch, wie ich mit einer Behauptung umgehe, die sich in meiner eigenen Recherche aufgelöst hat. Der Standardsatz lautet, in der Schwangerschaft Finger weg, weil Ashwagandha eine fruchtabtreibende Wirkung haben könnte. Diesen Satz findet ihr in seriösen Nachschlagewerken für Ärzte. Als ich der Sache nachging, stieß ich auf eine systematische Übersichtsarbeit von 2025, die genau diese abtreibende Zuschreibung auf den Prüfstand stellt und erhebliche Probleme in der historischen Zitationskette zeigt. Die Angst geht demnach zu einem guten Teil auf eine Zitationsverzerrung zurück, ein alter Bericht wurde ohne Prüfung der Originalquellen immer weiter kopiert, bis die Behauptung wie eine gesicherte Tatsache aussah. Beweisen kann auch diese Arbeit die Sicherheit nicht, sie entzieht der dramatischen Behauptung nur ihre scheinbare Härte. Und trotzdem, jetzt kommt die Wendung, bleibt der Rat richtig, in der Schwangerschaft zu verzichten. Nicht weil die abtreibende Wirkung bewiesen wäre, sondern weil es schlicht keine belastbaren Sicherheitsdaten für die Schwangerschaft gibt. Die alte Warnung ist schlampig belegt, und der Verzicht bleibt trotzdem klug, weil Nichtwissen kein Freibrief ist. Genau diese Unterscheidung macht kaum jemand, und genau an ihr hängt die Glaubwürdigkeit.
Der Rest ist schnell erzählt und trotzdem wichtig. Ashwagandha wechselwirkt mit Schilddrüsenmedikamenten, mit Mitteln gegen zu hohen Blutzucker, mit Blutdrucksenkern, mit Beruhigungsmitteln und mit Medikamenten, die das Immunsystem dämpfen. Es kann außerdem den Testosteronspiegel anheben, auch wenn diese Datenlage nicht besonders stabil ist, und die greifbare Warnung betrifft vor allem Männer mit einem hormonempfindlichen Prostatakarzinom. Ich schreibe euch hier bewusst keine Dosierung, keinen Plan, keine Anleitung. Was ich euch gebe, ist der ehrliche Beipackzettel, den euch der Markt verschweigt.
Das ganze System, und nicht die einzelne Kapsel
Ashwagandha ist völlig legal zu kaufen, frei im Regal, mit einem Klick bestellt, ganz ohne Rezept und ganz ohne Beratung, so wie Hunderte andere Nahrungsergänzungsmittel auch. Und genau das ist ein Teil des Problems. Es gibt so viele Menschen, die nehmen querbeet alles, was irgendein Guru auf Instagram in die Kamera hält, jemand, der selbst nicht versteht, was diese Mittel in Kombination miteinander anrichten. Der eine Stoff hebt den Blutdruck, der nächste senkt ihn, der dritte geht auf die Leber, der vierte auf die Schilddrüse, und über die Jahre summiert sich das zu einer Rechnung, die am Ende niemand mehr sauber auseinanderdividieren kann. Man muss das ganze System sehen, und nicht die einzelne bunte Kapsel.
Viele denken ja, Wurzeln, Pflanzen, Kräuter, das ist doch alles Natur, also kann es nicht schaden. Doch auch die Natur hat ihre Gifte, und zwar reichlich, also gebt gut auf euch acht. Und an alle, die bei diesem Satz jetzt lachen, geht raus und esst mal den falschen Pilz, dann versteht ihr auf der Stelle, was ich damit meine.
An alle, die viel und dauerhaft supplementieren, hohe Dosen nehmen, Vorerkrankungen haben oder potenziell lebertoxische Stoffe schlucken, sage ich das hier ganz direkt. Lasst eure Leberwerte und euer Blut ärztlich prüfen, individuell und im richtigen Abstand, und überdenkt in Ruhe eure ganze Substitution. Denn manchmal geht man wegen etwas ganz anderem zum Arzt, und dann steht plötzlich ein Befund im Raum, mit dem niemand gerechnet hat.
Bei mir ist er auch gekommen, und ich erzähle es euch, weil es nur ein Einzelfall ist, meiner, ohne Kontrollgruppe, aber ein ehrlicher. Vor etwa 10 Jahren habe ich jeden Tag 2 Dosen von so einem koffeinhaltigen Energydrink getrunken, ihr kennt diese schmalen silbernen Dosen aus jedem Kühlregal. Das Ergebnis war ziemlich schockierend. In dieser Zeit wurde bei mir eine Fettleber mit bereits erkennbarer Leberschädigung festgestellt, und ich hatte das überhaupt nicht auf dem Schirm. Ob die Energydrinks allein dafür verantwortlich waren, kann mein Einzelfall nicht beweisen, der regelmäßige Konsum zuckerhaltiger Getränke ist aber in einer dosisabhängigen Metaanalyse mit einem deutlich erhöhten Risiko für eine Fettleber verbunden. Seitdem trinke ich nur noch Wasser. Alkohol, der die Leber zusätzlich belastet, trinke ich ohnehin nicht, und wenn ich auf einer Geburtstagsfeier ausnahmsweise mit anstoße, dann mit einem alkoholfreien Glas, denn für Partys und Feiern bin ich ehrlich gesagt der falsche Mann. Wenn schon eine legale, überall erhältliche Dose so etwas anrichtet, dann überlegt euch gut, was ein ganzes Regal voller Kapseln über Jahre in euch anrichtet.
Der Vitamin-D-Hype, und die Rechnung, die keiner sieht
Ein Wort noch zu den hochdosierten Vitaminpräparaten, denn gerade da muss man wirklich vorsichtig sein. Nehmen wir das Vitamin D, um das gerade ein regelrechter Hype tobt. Ich bin der Letzte, der die Bedeutung eines guten Vitamin-D-Status kleinredet, viele Menschen nehmen tatsächlich weniger auf, als empfohlen wird. Nur ist eine Zufuhr unterhalb der Empfehlung nicht automatisch schon ein klinischer Mangel, und genau diese Unterscheidung geht im Hype unter.
Zieht daraus aber nicht den falschen Schluss. Ich sehe auf den einschlägigen Plattformen Präparate mit 20.000 internationalen Einheiten Vitamin D3 und K2 pro Tablette, und die tolerierbare tägliche Obergrenze für Erwachsene liegt bei 4.000 Einheiten. Das ist keine harte Vergiftungsgrenze, ärztlich begründete und zeitlich begrenzte Schemata dürfen darüber liegen, das eigentliche Problem ist die langfristige unkontrollierte Einnahme im Selbstversuch. Denn eine schwere Erhöhung des Kalziums im Blut kann tatsächlich Nierenversagen, Herzrhythmusstörungen und Verkalkungen im Weichgewebe verursachen. Das ist genau das Hintergrundwissen, das kein bunter Feed mitliefert, nämlich was ein dauerhaftes Zuviel des angeblich Guten im Körper anrichten kann.
Und ja, auch ich supplementiere Vitamin D, das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Aber ich schaue, dass mein Spiegel korrekt liegt, und ich sehe mir mein Blut regelmäßig an, statt blind draufloszuschlucken. Genau davor kann ich jeden nur warnen. Ich sehe, was auf Instagram, und ich schreibe hier wirklich Instagram, von den ganzen Gurus geteilt wird, und ihr nehmt das alles auf, und irgendwann habt ihr eine Liste von 30 Präparaten am Tag, schluckt sie brav und glaubt, ihr tätet eurem Körper etwas Gutes.
Und an die, die jetzt rufen, „ja, dann nehme ich eben lieber Obst und Gemüse”, sage ich, schaut genauer hin, aber bleibt nüchtern. Reis trägt zuverlässig anorganisches Arsen in sich, einen Stoff, den die Behörden als krebserregend führen und dessen Aufnahme über die Nahrung laut europäischer Lebensmittelsicherheit gesenkt werden soll. Bio-Reis löst gerade dieses Problem übrigens nicht, weil das Arsen überwiegend aus Boden und Wasser stammt, nicht aus Pestiziden. Erdbeeren und Pfirsiche gehören Jahr für Jahr zu den Früchten mit den häufigsten Mehrfachrückständen an Pestiziden, das geschätzte Gesundheitsrisiko der gefundenen Rückstände hat die EFSA insgesamt allerdings als niedrig eingeordnet, und an der kumulativen Bewertung der Rückstandsgemische wird ausdrücklich gearbeitet, auch wenn sie noch nicht vollständig ist. Bio senkt im Mittel bestimmte Pestizidrückstände, macht konventionelles Obst und Gemüse aber nicht pauschal gesundheitsschädlich. Deshalb sage ich es klar, lasst euch von dieser Debatte nicht davon abhalten, überhaupt genug Obst und Gemüse zu essen, denn das ist der weit größere Hebel für eure Gesundheit.
Der einzige Ausstieg, den keine Kapsel ersetzt
Und jetzt lehne ich mich hinaus, mit Ansage, denn was folgt, ist meine Meinung, nicht euer Laborbefund. Die einzige Substitution, die am Ende wirklich trägt, ist keine, die man kauft. Es ist der Ausstieg aus dem Rad. Wir regen uns rund um die Uhr auf, über Dinge, die uns nichts angehen, über fremde Katastrophen, über eine Empörung, die uns morgens serviert und abends nachgeschenkt wird, und dann wundern wir uns, dass ein Hormon, das für den Sprint vor dem Tiger gedacht war, uns langsam von innen auffrisst.
Ihr könnt die teuerste Wurzel der Welt schlucken, ihr könnt euch mit Adaptogenen zupflastern, bis die Kapsel im Hals stecken bleibt, und es wird nichts ändern, solange die Ursache jeden Morgen um 6 wieder klingelt. Eine Pille gegen ein Leben, das nicht passt, ist keine Lösung, sie ist eine Betäubung, damit ihr im Rad weiterlauft, ohne zu schreien. Das ist die eigentliche Botschaft dieses Textes, und sie ist unbequemer als jede Nebenwirkung. Der Schlüssel liegt nicht in der Apotheke. Er liegt in der Entscheidung, nicht mehr mitzurennen.
Steigt einfach aus, das ist mein ganzer Rat in einem einzigen Satz. Es geht nicht anders, ihr schafft es sonst nicht, weil das Rad euch niemals von selbst ausspuckt. Und falls ich das Buch, an dem ich seit Langem schreibe, eines Tages tatsächlich veröffentliche, dann steht in seinen letzten Zeilen genau das, was hier steht, das Hamsterrad in seiner reinen Form. Ob es je erscheint, lasse ich bewusst offen, das entscheide ich unterwegs und niemand sonst.
Warum um mich herum keiner mehr durchhält
Ich schreibe diese letzten Zeilen auf einer Bank im Wald. Der Laptop auf den Knien, Bandit liegt neben mir im Laub und rührt sich nicht, weil er seinen Tag ehrlich verdient hat, und über uns steht die Ruhe, die es im Rad nicht gibt. Ich habe in den letzten Tagen gründlich aufgeräumt, in meinem Leben, in meinem Kopf. Ich habe die Spreu vom Weizen getrennt und mache nur noch das, was zählt und was etwas bringt. Der George macht ab jetzt nur noch minimal.
Ich sage euch, woher ich rede, damit ihr es einordnen könnt. Ich quäle mich seit Jahren mit dem Rücken, eine alte Sache, die ich mir beim Militär geholt und durchs ganze Leben getragen habe. Ich trage meinen Teil und mehr, und ich lebe in einem Land, das seine arbeitenden Menschen so lange auspresst, bis vom Menschen nicht mehr viel übrig bleibt. Welche Abgabe da im Einzelnen steigt, ist mir für diesen Text bewusst egal, ich mache hier keine Politik. Mir geht es um das Muster, um die stetig wachsende Last, die den Einzelnen genauso zermürbt, wie der Daueralarm eine einzelne Leber zermürbt. Das Hamsterrad ist am Ende nichts anderes als die Stressachse einer ganzen Gesellschaft, im Dauerbetrieb, ohne die Erholung, für die der Körper gebaut ist. Dieser Daueralarm zerlegt eine einzelne Leber über Jahre und eine ganze Gesellschaft über eine Generation, langsam und lautlos, nur dass hier niemand die Werte abnimmt und rechtzeitig Alarm schlägt.
Ich schaue mich um und sehe kaum noch einen, der mit Freude zur Arbeit geht. Ich sehe die Frau an der Kasse wieder vor mir, deren Lächeln nur noch eine Muskelbewegung war, und den Mann unter dem Wagen, der mir zwischen zwei Handgriffen sagte, dass er nicht mehr kann. Ich sehe Menschen, die abends nur noch funktionieren und morgens schon leer sind, und ich sehe, wie einer nach dem anderen still an dieser Last zerbricht. Und ich sehe etwas, worüber kaum jemand offen spricht. In meinem eigenen Bekanntenkreis haben sich im vergangenen Jahr 2 Menschen das Leben genommen. Ich schreibe das nicht als Statistik und nicht als Waffe, ich schreibe es, weil es wahr ist und weil ich es hier nicht auslasse, nur weil es wehtut.
Weltweit zählt die Weltgesundheitsorganisation für das Jahr 2021 rund 727.000 Suizide, und die Dunkelziffer gilt als hoch, die tatsächliche Zahl liegt vermutlich deutlich darüber. Darüber muss man endlich ehrlich reden, statt es totzuschweigen. Genau deshalb wird sich mein nächster Beitrag diesem Thema widmen, den Zeichen, die einem Suizid oft vorausgehen und die man lesen lernen kann. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe eines dieser Zeichen vor vielen Jahren einmal nicht gelesen, bei einem Menschen, der mir sehr nah war. Wenn dieser nächste Text auch nur einem Einzigen hilft, rechtzeitig hinzusehen, dann hat er alles getan, was ein Text tun kann.
Und falls du das hier liest und selbst an diesem Rand stehst, dann sagt dir dieser Text genau das Gegenteil von dem, was das Rad dir einflüstert. Es gibt einen Ausweg, und dieser Ausweg ist das Leben, niemals sein Ende. Wenn dir gerade alles zu viel wird, dann sprich mit einem Menschen darüber, und in Deutschland erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr, kostenlos und anonym, unter 0800 111 0 111.
Und jetzt kommt meine Meinung, klar als solche gekennzeichnet. Ich glaube, dass ein System, das seine Menschen so lange auspresst, bis sie unter der Last zusammenbrechen, für dieses Zerbrechen eine Mitverantwortung trägt. Nicht für jede einzelne Verzweiflung, die ist immer vielschichtig und hat viele Wurzeln, aber für die Bedingungen, unter denen aus bloßer Erschöpfung eine Hoffnungslosigkeit wird. Ein Mensch, der jeden Tag mehr gibt und jeden Monat weniger behält, verliert irgendwann nicht nur Geld, sondern den Sinn, und der Verlust des Sinns ist gefährlicher als jede Zahl auf einem Kontoauszug. Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt und der Mensch nur noch für die Maschine läuft, dann tragen jene, die diese Maschine bauen und verwalten, einen Teil der Verantwortung dafür. Das ist meine feste Überzeugung, und ich nenne sie hier genau so.
Deshalb rate ich euch das, und es ist ein Rat, kein Befehl. Fahrt eure Ausgaben auf das zurück, was ihr wirklich braucht, denn jeder Euro, den ihr dem sinnlosen Konsum entzieht, ist eine kleine, stille Weigerung, in diesem Rad weiterzurennen.
Das Feld voller Hamster, und die Räder, die leer bleiben
Ich bin nicht auf der Welt, um in diesem Rad zu laufen, bis ich eines Tages zusammenbreche. Ich will leben, nicht bloß durchhalten, bis nichts mehr von mir übrig ist, und das ist der Weg, den ich für mich gewählt habe. Wie genau ich das umsetze, weiß ich selbst noch nicht bis ins Letzte, das gebe ich offen zu. Aber eines weiß ich sicher, und das verspreche ich euch an dieser Stelle, in diesem Land werde ich nicht sterben.
Vielleicht fällt mir das leichter als anderen, und das hat einen Grund, der weit zurückreicht. Ich bin arm aufgewachsen, als Schlüsselkind, morgens lagen 2 Mark auf dem Tisch, und davon kaufte ich mir etwas zu essen. Ich habe früh gelernt, mit fast nichts auszukommen und trotzdem nicht unterzugehen, und ich habe mir alles selbst beigebracht, weil es niemanden gab, der es mir beibrachte. Was damals ein Mangel war, ist heute seltsamerweise ein Vorteil, denn wer nie viel gebraucht hat, den erpresst der Konsum nicht. Genau das meine ich, wenn ich euch rate, eure Ausgaben herunterzufahren, ihr verliert weniger, als die Werbung euch einreden will.
Wenn ich durch die Straßen fahre, durch die Läden gehe, durch die Städte laufe, dann stelle ich mir manchmal etwas ziemlich Surreales vor, wie eine Matrix, die man mit bloßem Auge sehen kann. Ich sehe ein riesiges Feld, Millionen von Hamstern, und jeder rennt in seinem eigenen kleinen Rad. Ab und zu sieht man einen, der stolpert, zusammenbricht und aus dem Rad fällt, und der ist dann einfach tot. Macht nichts, es gibt ja Nachschub, neue Hamster werden in den Schulen herangezüchtet und rücken brav in die frei gewordenen Räder. Nur gerät das ganze Feld allmählich ins Wanken, weil immer weniger von ihnen überhaupt noch laufen können.
Und jetzt kommt der Teil, bei dem ich auf dieser Bank sitze und leise grinse. Stellt euch vor, dass eines Tages ein ganzer Abschnitt dieser Räder einfach leer steht, still und ausgelaufen. Ich tippe das hier mit einem Schmunzeln zu Ende, gleich stehe ich auf und gehe zurück durch den Wald, und dieses Schmunzeln nehme ich mit, weil ich mir dieses Bild ausmale und mir denke, die werden staunen, sie werden wirklich staunen. Das Witzige daran ist nur, diejenigen, die dieses ganze Rad heute verwalten und vermieten, haben ihre Häuser längst in Italien und in Übersee stehen, dorthin, wo sie sich verpissen können, sobald das Feld erst leer läuft.
Der Rücken schmerzt, der Hund schläft im Laub, und es riecht nach Herbst, obwohl noch Sommer ist. Ich bin raus, raus aus dem Hamsterrad. Ich werde für dieses Land keine Sekunde schneller laufen in diesem Rad, Nein, ich springe raus.
Haftungsausschluss
Dieser Beitrag vermittelt allgemeine wissenschaftliche Informationen und persönliche Einschätzungen. Er stellt keine medizinische, psychotherapeutische, pharmakologische oder rechtliche Beratung dar, ermöglicht keine individuelle Diagnose und enthält keine individuelle Dosierungs- oder Therapieempfehlung. Die zitierten Studien bilden eine wissenschaftliche Kontroverse ab. Aussagen, die im Text ausdrücklich als persönliche Meinung gekennzeichnet sind, sind persönliche Meinung und keine gesicherte Erkenntnis. Nahrungsergänzungsmittel wie Ashwagandha und hochdosierte Vitaminpräparate sind nicht harmlos, sie können mit Medikamenten wechselwirken und in seltenen Fällen ernste Schäden verursachen, weshalb eine Anwendung, besonders bei Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei bestehender Medikation, vorab ärztlich abzuklären ist. Wer sich in einer akuten Krise befindet oder Gedanken hat, sich das Leben zu nehmen, wendet sich unverzüglich an ärztliche Hilfe, an den Notruf 112 oder in Deutschland an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111, rund um die Uhr, kostenlos und anonym. Für Entscheidungen, die Leserinnen und Leser auf Grundlage dieses Textes treffen, wird, soweit gesetzlich zulässig, keine Haftung übernommen.
Quellen
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