Kaum ein Großstädter würde wohl auf die Idee kommen, die Wohnung unabgesperrt zurückzulassen.

Wobei die Gewohnheiten und Sicherheitsvorkehrungen stark variieren. Manche Menschen sichern ihre Türen durch zusätzliche Schlösser, Riegel oder Türketten oder verwenden Zylinder mit Bohrschutz. Andere sichern auch ihre Fenster mit absperrbaren Fenstergriffen oder bringen Fenstergitter an.

Diejenigen, die scheinbar auf Nummer sicher gehen wollen sichern Ihre Hausöffnungen mit Hilfe von elektromagnetischen Kontakten, die im Falle einer Erschütterung die Einbruchmeldeanlage aktivieren. Zur weiteren Abschreckung werden Kameras, dummy oder funktionstüchtig, in Dauerschaltung oder mit Bewegungsmelder oder an Lampen gekoppelte Zeitschaltuhren installiert. In der realen Welt legt insbesondere die ältere Generation viel Wert auf Sicherheit.

Warum also nicht in der digitalen Welt? Zwar widmet die ältere Generation der Sicherheit auch hier viel Aufmerksamkeit und bemüht sich um ein sicheres Passwort. Ein häufiges, insbesondere bei älteren Usern, anzutreffendes Problem, ist die Erinnerungsstütze, die oftmals in unmittelbarer Nähe des Computers gelagert wird. Dabei betrifft die Notiz bestenfalls nur eine Erinnerungshilfe. In der Regel wird dabei aber das ganze, zuvor sorgsam gewählte Passwort notiert. Das ist natürlich widersinnig.

Noch besser machen es die vermeintlichen Experten, die unter 25-jährigen, diejenigen die in Zeiten des Internets aufgewachsen sind. Obwohl sie sich der Probleme durchaus sehr bewusst sind, halten sie sich für über den Dingen stehend. Ihrer Ansicht nach sind sie vor Hackern sicher und der Passwortschutz zu vernachlässigen. Die nächste Generation ist sich der Problematik nicht nur bewusst, sondern nimmt sie auch ernst. Etwa 73 % halten sich für gefährdet und versuchen sich entsprechend zu schützen. Unter ihnen schützt sich ein Großteil mittels „Zwei-Faktoren-Authentifizierung“.

Die nächste Usergruppe sind die Pioniere. Sie waren entweder von Anfang an dabei und sind mit dem Internet groß geworden oder sind ihm bis zum heutigen Tag skeptisch gegenübergetreten. Sie haben im Schnitt die höchsten Sicherheitsbedenken. Andererseits unternimmt gerade diese Gruppe kaum etwas, um sich gegen Angriffe zu schützen. Passwörter wie 1234, der Name des Haustiers, Kindes oder der Frau, sind beliebt, aber nicht sicher! Fataler Weise ist das gleichzeitig die lukrativste Zielgruppe. Sie sind viel im Internet unterwegs und verfügen über einen interessanten finanziellen Hintergrund.

Wie findet man nun ein sicheres Passwort? Bestenfalls eines, das man sich merken kann?

Auf jeden Fall sollten Sie alles nutzen, was Ihnen Ihre Tastatur so bieten kann: Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

Für weitere Tipps rund um das Thema Sicherheit stehen wir gerne zur Verfügung!

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