Fachgebiet Foto- / Video-Forensik

(swiss army knife in forensics)

(kriminalistische Forensik)

„The little Things“ ,denn es sind oft die kleinen Dinge, die zum Ziel führen und warum mich kürzlich ein hochrangiger Deputy Director eines US-Nachrichtendienstes mit den Worten lobte: „you are just a swiss army knife in forensics“.

Mit der ständigen Entwicklung und Einführung neuer digitaler Technologien sind digitale Bilder heute eine wichtige Beweisquelle für Ermittlungen. Und dank der sozialen Medien und der weiten Verbreitung hochwertiger Handykameras steigt die Zahl der Bilder, die Bürger und Zeugen den Strafverfolgungsbehörden als Beweismittel vorlegen, dramatisch an.

Moderne digitale Fotos sind wahre Fundgruben an Informationen: Neben dem visuellen Inhalt enthalten Metadaten oft genaue Hinweise darüber, wann, wo und von wem das Bild aufgenommen wurde. Doch leider lassen sich heute sowohl der visuelle Inhalt als auch die Metadaten in wenigen Sekunden leicht manipulieren, um glaubwürdige Fälschungen zu erstellen. Diese Manipulationen hinterlassen jedoch ihre Spuren.

Ohne solide Methoden zur Überprüfung der Richtigkeit hinterlegter Daten könnten diese Fotos Probleme aufwerfen, wenn sie als Beweismittel in einem Fall und vor Gericht vorgelegt werden. Daher ist es bei den heutigen Ermittlungen von entscheidender Bedeutung, ein Bild gründlich zu untersuchen und seine Vertrauenswürdigkeit und Quelle sicherzustellen.

Die Feststellung, ob ein Bild ein Original oder das Ergebnis einer Manipulation ist, ist keine leichte Aufgabe. Nur wenige weltweit anerkannte Experten sind in der Lage festzustellen, ob es sich bei einem Bild, das vor Gericht als Beweismittel verwendet wird, um ein Original handelt oder ob es von jemandem manipuliert wurde, sodass das Foto als Beweismittel oder Alibi unzulässig ist. Früher mussten die Experten dazu selbst entwickelte Werkzeuge, sehr spezielle wissenschaftliche Techniken oder eine Reihe sehr teurer mathematischer/technischer Werkzeuge einsetzen. Ich habe die passende Technik und zertifizierte Anwendungssoft- und Hardware für diese Tätigkeit in meinem Haus.

Ich arbeite in diesem Fachgebiet mit neuestem Equipment, 5k Bildschirmen und Anwendungsprogrammen, die den Ermittlungsbehörden hierzulande kaum bekannt sein dürften. Der CIA, Secret Service, NCIS, CSI, FBI oder Scotland Yard verwenden die Methoden, die ich in den USA, Großbritannien und Italien erlernt habe. Die Grenzen der Forensik kann man je nach notwendiger Verhältnismäßigkeit oftmals verschieben.

Unabhängig davon, ob es um die Kenntlichmachung wichtiger Details, die Analyse von verwendeten Schusswaffen, Schusswinkel, Schmauchspuren an Händen, Blutspuren oder der Identifizierung von Personen anhand von Bildern geht, bin ich Ihr Ansprechpartner in Sachen Foto- und Videoforensik.

Kameraballistik

Mit den Werkzeugen der Bildballistik ist zu überprüfen, mit welcher Kamera ein bestimmtes Foto aufgenommen wurde, selbst wenn das Foto skaliert, beschnitten oder neu gespeichert wurde. Experimente zeigen, dass die Bildballistik auch mit Bildern funktionieren kann, die auf Social-Media-Plattformen hochgeladen wurden.

Außerdem ist es notwendig, Fotos mit einer bestimmten Kamera und damit mit einem Verdächtigen in Verbindung bringen zu können. Jeden Tag werden Milliarden von Bildern ins Internet hochgeladen und auf Social-Media-Plattformen geteilt. Die Ermittler stehen ständig vor der Aufgabe, die Person zu identifizieren, die das Originalfoto ins Internet gestellt hat. Die Verknüpfung eines Fotos mit einer Kamera ist heute so wichtig wie die Verknüpfung eines Projektils mit einer Waffe.

Fotoanalyse und die Erkennung erfolgter Manipulationen

Die Verarbeitungsgeschichte eines digitalen Bildes ermitteln, um festzustellen, ob es als zuverlässiges Beweismittel verwendet werden kann.

• Manipulierte Bereiche in Bildern erkennen
• Feststellung der Authentizität von Bildern und Dokumenten
• Identifizierung des Gerätes, mit dem das Foto aufgenommen wurde
• Überprüfung des Ortes und der Zeitangaben unter Miteinbeziehung verwendeter Hardware (Forensische Auswertung von Smartphone, Drohnen und Kamera)
• Durch den Zugriff auf eine jahrelange weltweite Wetterhistorie überprüfen wir, ob Schatten, Wetter- und Lichtverhältnisse plausibel sind

Wir verfügen über eine Reihe leistungsstarker Tools, mit denen festgestellt werden kann, ob es sich bei einem Bild um ein unverändertes Original, ein von einem bestimmten Gerät erzeugtes Original oder das Ergebnis einer Manipulation mit einer Fotobearbeitungssoftware handelt, wodurch die Zulässigkeit als Beweismittel infrage gestellt wird (Video zum Thema).

Körperhöhenrekonstruktion auf Bilden

Ich verwende z. B. bei der Körperhöhenrekonstruktion in Überwachungsvideos keine veraltete Technik, die im besten Fall zum Ausschluss einer Tatperson herangezogen werden kann. Die verwendete Technik, foto-basierendes 3D Scanning, zusammen mit modernster Methodik, um Maße korrekt und präzise zu ermitteln, verfügt, richtig angewandt über Toleranzen von unter 1 cm.

Kennzeichenrekonstruktion

Bei kriminaltechnischen Untersuchungen werden oft Bilder von schlechter Qualität verwendet, die wichtige Beweise liefern können. Jüngste Arbeiten haben gezeigt, dass Informationen aus solchen Bildern mit niedriger Auflösung und schlechter Qualität wiedergewonnen werden können, auch wenn sie visuell nicht erkennbar sind.

Obwohl sie sehr umstritten sind, haben sich öffentliche Überwachungskameras zur Überwachung öffentlicher sicherheitsrelevanter Bereiche und des Verkehrs durchgesetzt. Aufgrund von Bandbreiten- und Speicherbeschränkungen bestehen die meisten dieser Videoüberwachungssysteme aus Kameras mit geringer Auflösung. Außerdem sind die Überwachungskameras in der Regel so konfiguriert, dass sie ein möglichst großes Sichtfeld bieten, was die effektive Auflösung der Objekte im Video weiter einschränkt. Infolgedessen ist das Bildmaterial von öffentlichen Überwachungskameras oft von so geringer Auflösung oder Qualität, dass wichtige identifizierende Details nicht erkennbar sind. Das gleiche gilt auch für die eigene Dashcam in Auto. Letztendlich scheitert es stets an der Kenntlichmachung des Kennzeichens (Video zum Thema).

Was ich biete:

Zur Feststellung der Authentizität eins digitalen Fotos, Videos oder Dokumentes verwende ich eine Sammlung der nützlichsten Authentifizierungsfilter und -techniken für die Praxis, die von Bildanalysten auf der Grundlage von Hunderten von wissenschaftlichen Arbeiten und Studien ermittelt wurden.

Begutachtung sowie gerichtsverwertbare sorgfältig dokumentierte Auswertung von Fotografien (analog sowie digital), Videomaterial, Dokumenten und Screenshots hinsichtlich ihrer Herkunft und Authentizität. Das Auslesen diverser Merkmale und Informationen wie z. B. GPS-Daten, verwendete Kameras und deren Einstellungen, verwendete Software zur Bildbearbeitung, sowie die Feststellung von Bild- und Foto-Manipulationen jeglicher Art. Geschwindigkeitsermittlung von Fahrzeugen anhand Überwachungsvideos nach vorheriger Untersuchung der Kamera.

Die von uns erstellten Ermittlungsberichte sind rekonstruierbar und auch für den Laien nachvollziehbar. In forensischen Ermittlungsverfahren können so wichtige Details zu Tage treten.

Die neuronale Plastizität und die Forensik

Ich arbeite nun seit über 30 Jahren mit Fotos, Videoaufnahmen, Bewegungsabläufen auf Bildern (Biomechanik) und Gesichtern.

Unser Gehirn verfügt über eine hohe neuronale Plastizität, die Eigenart von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich zwecks Optimierung laufender Prozesse nutzungsabhängig in ihrer Anatomie und Funktion zu verändern. Sicher können Sie sich noch an Ihre erste Fahrstunde erinnern. Die Betätigung der Kupplung und Gangschaltung erfolgt Ihnen nun augenscheinlich unbewusst. Unter der Neuroplastizität subsumiert man funktionelle und strukturelle, adaptive Veränderungen im Bereich des zentralen Nervensystems, die aus veränderten physiologischen Anforderungen der Funktion bestimmter Hirnareale resultieren. Neuroplastizität ermöglicht Lernvorgänge, welche ich seit 30 Jahren durchlaufe.

Ich teile diese Erfahrungen mit Gesichtern und den Inhalten einer Videografie. Ich schätze Körpergrößen mit einer kaum vorstellbaren Toleranz und gehöre zum elitären Kreis der Super-Recognizer, eine Bezeichnung für Menschen, die sich überdurchschnittlich gut Gesichter einprägen und diese wiedererkennen können.

(Zuletzt überarbeitet am 15. Sep 2021)