Sachverständiger Foto- Anthropologie

(anthropologisch-biometrisches Identitätsgutachten)

(anthropologisch-biometrisches Identitätsgutachten)

(anthropologisch-biometrisches Identitätsgutachten)

Im Wesentlichen die Erstellung eines anthropologisch-biometrischen Identitätsgutachtens (BILD-ID) bzw. eines morphologischen Bildvergleiches im Rahmen der Täteridentifizierung. Mensch ist nicht gleich Mensch. Es gibt Unterschiede die Laien oft gar nicht bemerken. Das menschliche Gesicht ist wahrlich ein Herkunftswörterbuch. Die unterschiedlichen Formen bieten eine beispiellose Vielfalt; die Antlitze der aktuell 7,47 Milliarden Erdbewohner unterscheiden sich fast so deutlich wie ihre Fingerabdrücke. Die Bild-ID beschäftigt sich im Rahmen der forensisch-anthropologischen Wissenschaft mit der Identifikation lebender Personen an Hand von Fotografien und Videos. Grundlage der Identifizierung ist die Beurteilung morphologischer Oberflächenmerkmale des Körpers. Ein häufiges Anwendungsgebiet ist die Feststellung der Fahreridentität im Falle verkehrsrechtlicher Verstöße, insbesondere, wenn der Sachverhalt im Rahmen eines Gerichtsverfahrens aufgeklärt werden muss. Hinzu kommen Lichtbildvergleiche von potentiellen Tätern und Betroffenen in Strafsachen. Die Grundlage der Bildidentifikation stützt sich auf die anthropologische und anatomische Grundlagenliteratur der letzten 150 Jahre und wurde speziell zur Identifikation für Vaterschaftsgutachten weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage basiert die heutige Methode des anthropologischen Identitätsvergleiches. Prof. Dr. Rainer Knußmann verfasste den heute verwendeten Standard, der im zentralen Lehrbuch „Anthropologie“ (Band I/1, G Fischer, Stuttgart v. 1980) veröffentlicht wurde. Grundlagen, Kriterien und Verfahrensregeln für Sachverständigengutachten bzw. Standards für die anthropologische Identifikation lebender Personen nach Bildern (Fassung vom 15. 10. 2001). Veröffentlicht von der Arbeitsgruppe für die anthropologische Identifikation nach Bildern (AGIB): Rechtsmedizin 9: 152-154, Anthropologischer Anzeiger Band 57 Heft 2 (1999), neue Zeitschrift für Strafrecht NStZ 1999/5: 230-232. Hinsichtlich der sich ständig weiterentwickelnden Fototechnik wurden diese Verfahren in den vergangenen Jahren laufend ergänzt und fortgeführt. So wurde im Rahmen eines EU-geförderten Projektes „Optimierung von Verfahren der Identifikation von Personen auf Bildern (Fotoidentifikation) ein weiterer Beitrag zur „Bekämpfung und Prävention von Kriminalität in Europa“ entwickelt. Im Zusammenspiel mit den technischen Möglichkeiten der Foto- Forensik und der zunehmenden Aktivität in diesem Bereich eröffnen sich hier fast unvorstellbare Möglichkeiten zur Kriminalitätsbekämpfung.

Dabei dient das Gutachten dem Richter zur Darstellung eines diffizilen Sachverhaltes. Die Entscheidung über einen Freispruch oder zur Verurteilung obliegt dem Richter, wobei letzteres im Zweifel für den Angeklagten unterbleiben muss. Getreu dem Grundsatz „in dubio pro reo“ muss der Richter den Angeklagten freisprechen. Ist der Richter hingegen auf Grund des Sachverständigengutachtens von der Schuld des Angeklagten überzeugt, ist diesem zu folgen.

Für die Erstellung Foto-Anthropologischer-Identitätsgutachten z.B. bei Verkehrsverstößen steht uns eine Software zur direkten Falldatei-Bearbeitung fast aller Hersteller zur Verfügung. An Hand der uns zugesandten Falldatei der jeweiligen Ordnungsämter ist es uns so möglich auf alle Mess- und Fotodaten (hochauflösend) zuzugreifen und diese in unseren Gutachten weitaus effizienter auszuwerten (z.B. LEIVTEC Speed Office bei LEIVTEC Messgeräten). So haben wir die Möglichkeit einer schnelleren und effektiveren Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. Hinweise und Informationen zur Abrechnung als Anthropologischer Sachverständiger gem. §JVEG können sie hier nachlesen.