Wie immer hat sich alles im Laufe des letzten Jahres verbessert.

Das Land ist viel sicherer, weil die Anzahl der Straftaten gesunken ist. Ist das tatsächlich so? Oder wird die Sicherheitslage in Deutschland durch die Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 nur unzulänglich dargestellt?

Weiterlesen

In den Anfängen der Tätigkeit als Sachverständiger bemerkte ich auf den Vergleichsfotos der Beschuldigten des Öfteren riesige Pupillen, zeitweise sogar trotz Lichteinwirkung im Zusammenhang mit dem verwendeten Fotoblitz. Da die Vergleichsfotos nahezu ausschließlich durch den Ermittlungsbeamten oder den Richter entstehen, hinterfragte ich die Ursache dieses Phänomens.
Weiterlesen

… oder besser: professionelles Verhalten vor Gericht …
Gutachten werden zur Aufklärung von Sachverhalten häufig im laufenden Gerichtsverfahren in Auftrag gegeben. Die gegnerischen Anwälte versuchen anschließend mit ihren Argumenten und Schriftsätzen, die Beweiskraft von Gutachten, aber auch die Glaubwürdigkeit und Kompetenz der Ersteller in Frage zu stellen, um so das Ergebnis eines „unbequemen“ Gutachtens vom Tisch zu bekommen.

Weiterlesen

Auch wenn sich Bayern lange und vehement dagegen wehrte, mussten die Bayern nun klein bei geben und umsetzen, was in anderen Bundesländern und Ländern schon längst Gang und Gäbe ist: die elektronische Gerichtsakte, kurz eAkte. Auch in Deutschland wurde bereits vor Jahren der Weg zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs geebnet. Darin sollte zunächst vor allem der elektronische Rechtsverkehr mit den Gerichten in Bereichen der Zivil-, Freiwilligen-, Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit und familiäre Angelegenheiten und solchen, die aus der BRAO resultieren.

In diesem Jahr wurde nachgerüstet. Am 5. Juli 2017 wurde das Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs im Bundesanzeiger veröffentlicht. 

Weiterlesen

Die Beachtung der Strengbeweisführung ist verfahrensübergreifend relevant: Sachverständige, Augenschein, Partei, Urkunden, Zeugen, kurz SAPUZ, sind für die Aufklärung der Wahrheit entscheidend.

Den fünf Beweisführungsmöglichkeiten wird in unterschiedlichen Situationen, unterschiedliche Bedeutung beigemessen.
Weiterlesen

Einmal mehr gab es eine gesetzliche Änderung über die Bestimmungen des Datenschutzes.

Neu ist insbesondere, dass es sich gemäß Art. 37 ff. Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) um eine EU-weite verbindliche Vorschrift handelt, keine Richtlinie, in deren Rahmen jeder EU-Mitgliedsstaat seine eigenen Gesetze erlassen kann. Hintergrund ist der Wunsch nach grenzübergreifender, die es theoretisch nicht mehr gibt, einheitlicher (Wettbewerbs-)Bedingungen, die man schwerlich erreichen kann.

Weiterlesen

Wanna Cry nutzte längst gefixte Sicherheitslücke in Windows

Die Computer mit älteren ungepatchten Microsoft Windows Versionen wurden von einer sogenannter Ransomware namens „Wanna Cry“ befallen, welche die Daten teilweise verschlüsselt und Lösegeld verlangt. Dabei wurde eine alte Sicherheitslücke ausgenutzt, die ursprünglich vom US-Abhördienst NSA entdeckt worden war, aber vor einigen Monaten von Hackern öffentlich gemacht wurde. Die Schwachstelle wurde zwar bereits im März grundsätzlich von Microsoft geschlossen – aber geschützt waren wie immer nur jene Systeme, auf denen das Update auch installiert wurde.

WannaCry?!

Der Name ist hier Programm! Am Freitag ist genau das eingetreten, was Experten schon seit langer Zeit prophezeit haben. Lediglich das Ausmaß hat überrascht!

Ein Cyberangriff nie dagewesenen Ausmaßes hat die Welt in Aufruhr versetzt. 

Es sollen über 200.000 Microsoft-Rechner in über 150 Ländern durch eine Schadsoftware lahmgelegt worden sein. Die Schadsoftware konnte angeblich auf Grund eines Exploits installiert werden, das ursprünglich der NSA dazu diente, an Informationen zu gelangen. Die dadurch entstandene Sicherheitslücke wurde zwar bereits im April erkannt und von Microsoft ein Sicherheitsupdate zur Verfügung gestellt. Allerdings wurde versäumt auf die Notwendigkeit, Dringlichkeit und die drohenden Folgen hinzuweisen, wenn das Update unterbleibt. Erschwerend kam hinzu, dass es für diverse ältere Windows-Versionen zunächst keine Sicherheitsupdates gab.

In Ermangelung ausreichender Information oder aus schlichter Nachlässigkeit, haben viele das Sicherheitsupdate nicht installiert

Für viele hat sich das als kapitaler Fehler herausgestellt. Ihre Webseiten wurden zunächst gesperrt. Anschließend hatten die Nutzer die Möglichkeit, gegen ein Entgelt in Höhe von ca. 300 € ihre Webseite und Daten wieder auszulösen. Ein zusätzliches Problem stellte die weitere Verbreitung dar. Infizierte Rechner haben den WannaCry Virus teilweise zusätzlich und selbstständig über ihre Email-Kontakte weiter verbreitet.

Das böse Erwachen wird für den Anfang der Woche erwartet, wenn diejenigen an ihre Rechner zurückkehren, die am Freitag schon ins Wochenende gestartet waren.

Rätselhaft ist natürlich auch, wer hinter diesem Hacker-Angriff steht. Von großen Wirtschaftsunternehmen, dem britischen Gesundheitswesen, russischen Behörden, Telekommunikationsunternehmen, einer Katastrophenschutzbehörde bis hin zur Deutschen Bahn waren vielerlei Betroffene zu verzeichnen. Vorerst gestoppt wurde diese Welle durch die zufällige Entdeckung des Sicherheitsnetzes der Hacker, einer unregistrierten Domain.

Ob Sie betroffen sind oder nicht, so sollten Sie auf jeden Fall das Sicherheitsupdate MS17-010 von Microsoft einspielen!!

Im Übrigen sollten Sie generell auf die Aktualität Ihrer Betriebssysteme achten! Im Übrigen gilt das auch für die Aktualität von Apps, auch für Ihr Handy! Wenn Sie die zur Verfügung gestellten Updates nicht durchführen, können auch harmlose Handy-Games zur Sicherheitslücke werden!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Votes, Durchschnitt: 4,67 von 5)
Loading...

Ein SSL-Sicherheitszertifikat (Secure Sockets Layer) ist nicht nur ein Schönheitsmerkmal auf Ihrer Website. Es kann Ihnen einige Vorteile bieten. Vor allem können Ihnen aber gravierende Nachteile entstehen. Das liegt zum einen an der Transparenz und dem vielseitigen Angebot des Internets und zum anderen spielt Google wieder eine entscheidende Rolle!

Weiterlesen

Homepage und Webseite. Wo ist der Unterschied? Oder welche Unterschiede bestehen zwischen Homepage, Webseite, Website?

Homepage, Webseite, Website. Worte die in Sachverständigengutachten und in Gerichtsakten oft verwechselt werden. Was ist richtig?
Weiterlesen

Stellen Sie sich vor, Sie sehen sich Freitag Abend mit Ihrem Partner einen netten Film an, verbringen einen gemütlichen Abend zu Hause bei Popcorn & Co. und einige Tage oder Wochen später erhalten Sie einen bösen Brief mit der Bitte um Zahlung!

Popcorn? Welch treffliches Stichwort!

In der Flut von Streaming-Anbietern und Internet-TV kann man, insbesondere nach Abschaltung von dvb-t, schon einmal den Überblick verlieren, wann man sich noch und zumindest nach aktueller Rechtslage, im Rahmen der Legalität bewegt. Entgegen des ersten Anscheins, handelt es sich bei “Popcorn Time” nicht um einen legalen Streaming-Anbieter: Streaming meint die bloße Nutzung eines online zur Verfügung gestellten Angebots in Form von Musik oder Film. Im Gegensatz zum Download.

Bei Popcorn lädt der Zuschauer den Film zunächst runter, dient aber zeitgleich auch als Server um den Film auch anderen Nutzern des Dienstes verfügbar zu machen. Letzteres ist das sehr viel größere Übel! Dadurch wird der Film weiter illegal verbreitet und anderen zur Verfügung gestellt! Ihr Server wird zum illegalen Filesharer!
Diese Art der Tauschbörse kann richtig teuer werden- auch wenn der User sich nicht bewusst war, dass er keinen legalen Streamingdienst nutzte! Ein gutes Indiz ist die Unentgeltlichkeit des Streamingdienstes. Misstrauisch sollte man immer sein, wenn man etwas installieren muss (Plugins) und insbesondere, wenn die angebotenen Filme noch im Kino zu sehen sind, bzw. dort neu anlaufen.

Im Übrigen ist es dann irrelevant, ob sie drei Sekunden oder den ganzen Film gesehen haben!

Das ist nur ein Beispiel der Streaming- und Filesharing-Problematik!

Der BGH musste sich jüngst mit dem Problem der Mehrfachnutzung eines Internetanschlusses im häuslichen Bereich befassen. Demnach haften Eltern nun doch für ihre Kinder, zumindest, wenn sie  ihre Sprösslinge nicht ans Messer liefern wollen! Wenn den Eltern derjenige Nutzer bekannt ist, der die Urheberrechtsverletzung begangen hat, müssen sie ihn, obwohl die Rechtsverletzung seitens des Klägers zu beweisen ist, den Namen des Nutzers bekannt geben. Es geht in diesem Fall nicht mehr darum, die Verletzung und den daraus entstandenen Schaden zu beweisen, sondern mussten die Eltern die Vermutung widerlegen, dass die unstrittig durch ihren Internetanschluss verursachte Verletzung durch sie begangen worden ist! Solange sie sich nicht entlasten können oder wollen, sind sie als Störer anzusehen.

Ein weiterer Störer-Fall stand höchstrichterlich zur Entscheidung.  Hier wurde zu Gunsten des Beklagten entschieden. Ein Nutzer hatte das individuelle Passwort auf seinem Router nicht abgeändert – laut BGH hat der Nutzer alles seinerseits erforderliche und ausreichende getan, seinen Internetanschluss vor unberechtigten Zugriffen zu schützen! Diese Passwörter werden individuell und einmalig vergeben und berücksichtigen alle Raffinessen der sicheren Passwortfindung hinsichtlich Länge, Groß- und Kleinschreibung, Zahlen-, Buchstaben- und Sonderzeichenkombination. Wenn dieses geknackt wird, kann es dem Anschlussinhaber nicht zum Vorwurf gemacht werden!

Eine weitere Problematik stellt sich, wer für einen zur Verfügung gestellten WLAN-Anschluss zur Verantwortung gezogen werden soll! Hier gilt im privaten Bereich, dass der WLAN-Inhaber nicht zur Verantwortung gezogen wird, wenn Gäste oder Mitbewohner den Anschluss rechtsmissbräuchlich nutzen und muss darauf nicht einmal hinweisen! So entschied der BGH.

Im gewerblichen Bereich, z.B. Internetcafés, ist seit Jahren im Gespräch, Anbieter öffentlicher Hotspots von der Störerhaftung zu befreien, derer sie gemäß § 1 Abs. 1 TMG unterliegen. Nach mehreren Versuchen wurde diesbezüglich in der letzten Woche ein Gesetz zur Nachbesserung eines WLAN-Gesetzes auf den Weg gebracht.

Bereits auf Grund eines Urteils des EuGH ist gewiss, dass Betreiber zwar nicht zur Verantwortung gezogen werden können, es ihnen aber zumutbar ist, Vorkehrungen zu treffen, die die rechtsmissbräuchliche Nutzung verhindern! Zudem waren zwar Schadensersatzansprüche gegen Betreiber ausgeschlossen, Abmahnungen hingegen nicht! Die Situation war lange Zeit unsicher und es wurde versucht, sich durch Registrierungen im WLAN aus der Verantwortung zu nehmen.

Nun soll das neue Gesetz endlich für Rechtssicherheit und Klarheit sorgen.
Bleiben wir also gespannt, was die Gesetzesnovelle bringen wird!

Sie sind in Sachen Filesharing abgemahnt worden?

Ich empfehle ihnen in Zusammenarbeit mit einem Anwalt ihrer Wahl die Unterlassungserklärung in abgeänderter Form abzugeben. Vor Gericht streitet man dann nur noch um die Abmahnkosten und über die Höhe des Ersatzanspruches. Ein guter Anwalt handelt meist außergerichtlich einen günstigen Preis mit der Gegenseite aus und man kann die Sache vergessen und wieder ruhig schlafen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Votes, Durchschnitt: 4,82 von 5)
Loading...